Posts mit dem Label Kajiratratsch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kajiratratsch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 13. Dezember 2011

Männer im Rennfieber

Große Ereignisse warfen bereits seit Tagen ihre Schatten voraus. In ganz Kasra gab es nur ein Thema - das Wagenrennen! Das Wagenrennen sollte der Auftakt für die neugebaute Arena werden. Und dementsprechend groß war auch die Neugier auf den Neubau und das bevorstehende Rennen.

Von nah und fern kamen die Neugierigen, aber auch diejenigen, welche sich im Wettkampf messen wollten. Und alle bestaunten das die neue Arena, welche wirklich ein prachtvoller Bau war. Ich habe noch nie eine solch große Arena gesehen. Erst recht nicht so imposant und schön gebaut. Die Baumeisterkaste hatte wohl alle Register gezogen.

Nach kleiner Verzögerung stieg dann der Regent in die Arena. Neben der obligatorischen Begrüßung, erfuhren alle Anwesenden auch, dass die neue Arena Teibarium heißen würde - benannt nach Teibar, dem Regenten. Naja, irgendwie passte der Name ja. Schließlich war und ist unserer Herr Regent ja Turianer. Und die Turianer waren schon immer leicht größenwahnsinnig…

Aber ich schweife ab! Nach der Rede stiegen die ersten Wagenrennen. Vier, ja du liest richtig(!), vier Kaiila zogen jeweils einen Wagen. Zwanzig Runden dauerte jedes Rennen. Ich muss nicht erwähnen, dass die Kaiila dabei viel Staub aufwirbelten. Dennoch war es spannend, wie die Männer die Wagen lenkten, sich gegenseitig abdrängten und hin und wieder auch einen Wagen zu Schrott fuhren.

Mal schauen, wie es heute so wird. Denn heute finden die finalen Kämpfe statt. Angeblich sollen dann auch Hindernisse auf der Rennstrecke sein. Ich bin gespannt! Hoffentlich nimmt mich mein Herr wieder mit. Den Rotschopf kann er aber gern Zuhause lassen… *grinst fies*

Montag, 12. Dezember 2011

Männer im Jagdfieber

Männer un ihr Jagdtrieb. Nun ja, eigentlich nicht so schlimm, so lange ich nicht davon betroffen bin. Leider ließ sich das diesmal nicht umgehen. Der Regent hatte zur Jagd gerufen und einige Männer Kasras, darunter auch mein schöner Herr, waren gekommen. Leider gehört aber auch zu Jagd, dass man Dinge - nämlich die Beute - aus dem Wald schleppen muss. Tja, und da kam ich in Spiel. *seufz*

Mein Herr kam nämlich auf die glorreiche Idee, dass ich und dieser Rotschopf, der auch noch an meines Herrn Kette hängt, ihn zu Jagd begleiten sollten. Ich! Ja, lieber Leser, du liest richtig - ich sollte! Sicher wird der geneigte Leser nun den Kopf schütteln vor Unverständnis, schliesslich gehört eine schöne, exotische, einmalige Kajirae wie ich doch nicht in den Wald, sondern viel mehr in einen Palast. Hingegen so ein Urt wie der Rotschopf durchaus auch im Wald Bäume hacken könnte. Aber ich schweife ab…

Getreu dem Motto "Mit gefangen, mit gehangen", musste ich also zu diesem *Ironie an* spannenden *Ironie aus* Ereignis im Wald mit: Während die Männer also fröhlich den Wald stürmten, buckelten ich und der Rotschopf Seile und Stangen zum Abtransport des gejagten Wilds. Schon nach kurzer Zeit vermeldete der Regent den ersten Treffer und wir kamen zur der Stelle, an der das Wild lag. Mit Schock im Gesicht mussten wir das Blutüberströmte Tabuk *mal die Geschichte etwas aus* niedergemetzelt auf dem Waldboden liegen sehen. Doch damit nicht genug! Wir mussten das arme Tier auch noch durch den halben Dschungel schleppen, was sicher eine rote Spur des Bluts hinterließ. Zu allem Überfluss schossen die Männer noch mehr Wild und irgendwann waren ich und der Rotschopf nur noch mit dem Wild-hinterher-Schleppen beschäftigt.

Zum Glück war die Jagd nach einiger Zeit dadurch beendet, dass plötzlich irgendwer auf ein Bienennest trat. Oder es viel herunter. Das weiß ich nicht mehr so genau. Jedenfalls waren die dummen Bienen recht aggressiv und eine Stach auch mich. Welch perfekter Tag! Nicht nur, dass ICH diese toten Viecher schleppen musste. Nein! Ich wurde auch noch durch so einen dummen Bienenstich am Unterarm in meiner Schönheit verunstaltet! *motzt*

Und was lernen wir daraus? Männer haben Spaß bei der Jagd und ich arme Schönheit habe die Arbeit. Aber das Leben ist bekanntlich ja kein Kaiila-Hof… *seufzt*

Sonntag, 20. November 2011

Moderne Panthermädchen-Akquise

Ich war nach langer Reise - mein Herr hatte mich zum Training vorgeschickt - war ich endlich wieder in Kasra zurück. Es hatte sich viel verändert. Mein Herr, der Hauptmann von Kasra, war in ein neues Zimmer gezogen und hatte sich so ein blondes, bleiches Ding gekauft, die sogar noch kratzbürstiger sein kann, als Dina. Und Dina ist schon supergut im Kratzbürsten. Aber dies ist eine andere Geschichte…

Ich war also zurück in Kasra und einer meiner ersten Aufträge führte mich zur Töpferin am anderen Flussufer. Ich sollte neue Pagakrüge für meinen Herrn zu kaufen. Die Händlerin war übrigens auch irgendwie kratzbürstig drauf, nachdem ich sie gefragt hatte, was denn der beste Krug sei, den sie habe. Irgendwie ging sie da in die Luft und brabbelte was davon, dass ihre komplette Ware nur allerbeste Ware sei. Ihre Laune verbesserte sich irgendwie auch nicht, als ich freundlich fragte, warum sie denn nichts aus Silber habe, schliesslich wollte mein Herr ja schicke neue Krüge.

Wir standen also bei den Waren, da traten auf einmal aus den Gebüschen ein paar Walfrauen hervor, wie wir sie nennen. Andere sagen Panthermädchen zu ihnen. Ich erschrak darüber, dass ich versehentlich einen Teller runterwarf, als ich rücklings gegen den Töpferstand rammte. Ja, auch dies trug nicht zur Freude der Töpferin bei. Genauso wenig, dass diese Waldfrauen Waffen auf uns gerichtet hatten. Sie forderten nicht weiter als mich. MICH!

Der Mann der Töpferin, der hinzugekommen war, schob mich zu den Waldfrauen rüber. Dabei ließ er mehr oder weniger süffisant die Worte über die Lippen, dass ich damit schließlich ehrbare Freie retten würde. Er wäre aber im Gegenzug auch so nett, jemand in Kasra Bescheid zu geben, dass die Waldfrauen mich mitgenommen hätten. Super! Da stand ich also nun bei diesen Waldfrauen, die mich mit sich schleppten.

Nach langer Reise durch den Wald - meiner wunderbaren Seide tat dies sicher nicht sonderlich gut - kamen wir am Lager der Waldfrauen wieder so. Die Anführerin sagte, ich solle mich hinsetzen, was ich dann auch tat. Sie setzte sich zu mir und fragte mich, ob ich hungrig oder durstig sei. Ich verneinte, weil ich es komisch fand, dass sie so umsorgend sprach. Dann geschah das wundersame: Die Waldfrau fragte mich, ob ich gerne Kajira sei. Und ob ich nicht die Fesseln ablegen wolle. Sie bot mir mehr oder weniger an, im Wald mit ihnen zu Hausen - als Freie.

Als ich ihr sagte, dass ich gern Kajira sei, fand sie das weniger lustig und sie wurde sogar kratzbürstig, als ich sie fragte, ob sie denn noch das Feuer gespürt habe. Sie ging dabei richtig auf die Palme und sagte, wenn ich das noch mal fragen würde, sie mir Feuer machen täte. Dann verschwand sie und ließ mich bei den anderen Waldfrauen zurück. Die diskutierten kurz und befanden dann, dass sie heut mal eine gute Tat vollbringen wollten. Gesagt. Getan! Sie schafften mich bis vor die Tore Kasras zurück, wo man mich gehen ließ.

Tja, das war's auch schon, was sich so zugetragen hatte. Eine moderne Form der Waldfrauen, Nachwuchs zu akquirieren…

Samstag, 16. Juli 2011

Brandschutz

Wer mich kennt weiß, dass ich dem wundervollen, schönen und starken Rarius und Hauptmann Luc gehöre. *schaut verträumt* Und mein Herr gab mir gestern einen etwas ungewöhnlichen Auftrag. Ich sollte zur Sklavenschule der Lady Sherley. Das war ja noch nicht ungewöhnlich, aber ich sollte was komisches ausrichten.

Nun, ich ging also hin und klopfte an. Und da machte mir eine der Kajirae des Sklavenhauses auf. Da Lady Sherley nicht da war, sagte ich ihr die Botschaft meines Herrn: "Das Holz muss aus Brandschutzgründen weg!" Die Kajira schaute mich im ersten Moment irritiert an. Doch dann zeigte ich ihr ein paar dicke Holzstücke, die fein säuberlich neben der Feuerschale (die zum beleuchten der Straße) aufgestapelt waren. Die mussten also weg. Klar, war die Kajira nicht begeistert, aber das war ja nicht mein Problem.

Unser Gespräch hatte der Kapitän und Tausendsassa Sid mitgehört und erkundigte sich, ob mein Herrn nun auch Feuerwehrhauptmann sei. Keine Ahnung, was der mit 'Feuerwehr' meinte. Aber  da mein Herr ja Hauptmann der Streitkräfte des glorreichen Kasra ist und Feuerwehr irgendwie reißerisch klingt, sagte ich einfach mal JA. Feuerwehrhauptmann, dass klingt doch spannend und bedeutend, oder? Ein weiterer Titel für meinen geliebten, schönen, Herrn... *schaut stolz*

Mittwoch, 13. Juli 2011

Immer eine Handbreit voll…

…Wasser unterm Kiel, wünschen sich die Seefahrer. Warum ich das anspreche? Nun, ganz einfach:

Es sollte auf eine große Reise gehen. Brad, der Wirt, und Sid, Kapitän, Imker und was sonst noch alles, sowie Charon, der Händler, und die Rarii Net und Leonidas, nebst Kajirae wollten eine Handelsreise unternehmen. Gesagt, getan. Das Schiff wurde beladen, wir Kajirae waren an Bord, die Krieger missgelaunt wie immer und Kapitän Sid hatte sogar die Flussgeister mit Salz und Kalana beschworen, als die Reise mit der "Stolz von Kasra" losging.

Der Sonne entgegen führte uns die Reise dem Fayheen immer stromabwärts. Die Zeit verstrich nur langsam und die Sonne brannte auf das Deck. Da machte es plötzlich RUMPS und das Schiff blieb ruckartig stehen. Ich hätte durch den Ruck sogar beinahe einer Kajira den Sklavenbrei ins Gesicht geklatscht, aber das ist nebensächlich. Na wie auch immer: Alles eilte an Deck. Und siehe da: Eine Sandbank versperrte den Weg.

Der Kapitän fluchte und murmelte was von Niedrigwasser oder so. Nun, letztlich musste das Schiff zurück ins Wasser gezogen werden. Es war schön, die Rarii auch mal schwitzen zu sehen *lach* Letztlich mussten wir dann wieder umkehren, denn der Kapitän wollte nicht auf die Flut warten (oder hoffen).

Nun weiß ich zumindest warum die Seefahrer immer sagen: "Mast- und Schotbruch und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel"

Montag, 11. Juli 2011

Zurück und gleich beim Heiler

Ja, sicher hat es der Ein oder Andere bemerkt - der Tratsch war versiegt. Aber das lag einzig und allein daran, dass mein Herr mich zur Schulung nach Ar schickte, damit ich eine noch bessere Vorzeigekajira werde. Sofern das überhaupt noch möglich ist. Aber nun ja.

Da war ich also nun wieder zurück aus dem glorreichen Ar und konnte es kaum erwarten, meinen Herrn wieder zu sehen und den neusten Tratsch mit den Kajirae auszutauschen und - zugegeben - auch etwas mit meiner Ausbildung in Ar anzugeben. Aber Pusteblume!

Ich wollte grad mal nach dem unbekannten Rarius sehen, der da am Schießstand das Bogenschießen übte und dabei seinen nicht unsehenswerten Allerwertesten präsentierte, da dreht der sich doch plötzlich um und schießt auf mich! Ja, richtig gelesen! Dieser Rarius schießt einfach auf mich! Auf die Kajira des Hauptmanns. Zum Gück hat er mich nur mit einem Streifschuss am Arm getroffen. Klar, dass ich vor Schmerz wütend war und so drohte ich ihm, meinen Herrn zu berichten. Dumm nur, dass ich als Dank für meinen Hinweis auf drohende Entschädigungszahlung an meinen Herrn noch ein paar Ohrfeigen kassierte. Dafür musste ich mich dann auch noch bedanken!

Also habe ich schnell das Weite gesucht und bin zur Heilerstube. Aber die stand leer. Tze! Da brauche ich mal die Hilfe von einer Heilerin und dann ist keine da, um die schönste Kajira Kasra (und vermutlich ganz Gors) zu verarzten. Zum Glück sah ich auf dem Rückweg zur Stube meines Herrn was Grünes schimmern und tatsache, es war eine Heilerin.

Also ging schnell hin und sie fackelte auch nicht lange und nahm mich mit in die Heilerstube. Aber ich kann die Heilerin dennoch nicht empfehlen, denn die hat mir erstmal brennendes, grünes Zeug aufgetupft. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr das brannte. Und als ich sagte, dass das ganz schön weh tun und fragte, ob sie nicht vorsichtiger sein könnte, bekam ich noch mal 'ne Ohrfeige. Irgendwie war das nicht mein Tag. Aber nun ja. Ich habe dann lieber meinen süssen Mund gehalten und ging irgendwann verarztet und mit verbundenen Oberarm hinaus. Die Rechnung geht wohl an meinen Herrn, aber der wird sich das Geld sicher zurückholen.

Dann traf ich endlich auf meinen Herrn, den Hauptmann von Kasra. Klar, dass ich ihm erstmal davon erzählte. Aber glauben wollte er mir irgendwie nicht wirklich. Ich glaube aber, er glaubte es mir letztlich doch. Schliesslich meinte er, dass er der Sache nachgehen will. Was für ein Tag…

Montag, 6. Juni 2011

Geheimbund

Ja, da war ich doch neulich auf dem Markt und wer kommt mir entgegen? Genau! Die Hau-drauf-Kajira vom Regenten. Ich habe also erstmal einen weiten Bogen um sie gemacht. Schließlich reicht ja ein blaues Auge. Doch dann kam sie hinter mir her geschlichen und sagte, ich solle mal warten. Da ich ja eine liebe Seele bin - wie jeder Kasraer Bürger bestätigen wird - blieb ich also stehen und harrte der Dinge, die da kommen sollten.

Und dann passierte es! Sie bat um Entschuldigung. Also, damit hatte ich ja nun wirklich nicht gerechnet. Daher war ich auch im ersten Moment so platt, dass ich nichts sagen konnte. Doch letztlich nahm ich dann ihre Entschuldigung an. Ich bin ja gutmütig…

Was das alles mit dem Titel "Geheimbund" zu tun hat wollt ihr wissen? Einfach mal abwarten! *schüttelt den Kopf über so viel Neugier und plappert dann weiter* 

…Also, nach dem ich ihre Entschuldigung angenommen hatte, sagte sie, dass wir zwei uns doch vertragen sollten, schließlich sind wir ja die Kajirae der angesehensten Männer der Stadt. Und dann schlug sie noch vor, dass wir beide… *KNARTZ…ÄCHTZ…RUMPS…POLTER…Ein Wagen mit einem Boskgespann poltert über die Pflastersteine, während Nakisa erzählt. Der Krach schluckt jedes Wort* …und da habe ich dann zugestimmt. Und so haben wir diesen Geheimbund geschlossen. Verständlich, oder?

Sonntag, 29. Mai 2011

Triumph und Gefahr

Auweia! Mein Gesicht sah schrecklich entstellt aus. Das Veilchen hatte mich regelrecht entstellt. Also eilte ich Richtung Heilerstube und siehe da, auf dem Marktplatz saß auch schon eine grüngewandte Herrin herum. Ich machte wenig Federlesen und fragte sie direkt, ob sie eine Heilerin Kasras sei. Sie bejahte und sprach mich sogar mit meinem Namen an. Ich kannte sie zwar nicht, aber dass sie meinen Namen kannte, sprach sicher nur für mich und meine Qualitäten als Vorzeige-Kajira des Hauptmanns der Streitmacht Kasra!

Nun ja, sie nahm mich dann auch gleich mit in die neue Heilerstube, die ich noch gar nicht kannte. Die Feste Kasras wurde erweitert und die grüne Kaste bekam einen neuen Trakt für die Arbeit. Kurzum: Die Heilerin schmierte mir etwas Creme auf die Stelle, was ganz schön zwirbelte. Aber getreu dem Motto 'Wer schön sein, will muss leiden' hielt ich tapfer durch und verließ die Heilerei mit der frohen Botschaft der Heilerin, dass keine Narben zurück bleiben würden und das Veilchen schon bald weg sei, wenn ich denn nur die Creme morgens und abends auftragen würde. Ich nahm mir vor, die Creme noch öfter ins Gesicht zu schmieren, denn viel hilft doch viel, oder?

Auf dem Rückweg zur Zitadelle sah ich, dass die Schmiede offen stand. Ich nutzte die Gunst der Stunde und hakte beim Schmied noch mal nach, ob ich die Nägel auch ohne diesen wuchernden Aufschlag für Verpackung und Abzählung bekommen könnte - quasi Nägel auf die Hand. Da kam mir der Halsabschneider mit einer Gebühr für den Schreiber, damit er nachweisen könne, dass ich auch die zehn Nägel bekomme hätte. So ein Schuft! Ich äußerte dann meinen Gedanken - natürlich als die meines Herrn getarnt -, dass die ja Wucher wäre. Zu meiner Überraschung lachte der Schmied auf und - OH WUNDER - schenkte mir einen Nagel! Yeah! Nakisa 1 : Schmied 0. Ich griff schnell zu, bedankte mich fix und eilte los, ehe der Schmied es sich noch anders überlegen konnte. Was für ein Triumph!

Und meine Siegeszug sollte sich fortsetzen. Als ich zum Feuerkrug eilte, wo ich immer aushelfe, konnte ich doch prompt noch zwei Zimmer der teureren Kategorie vermieten. Gut, das erste Zimmer war schnell und einfach vermietet, doch das zweite Zimmer war zu vermieten war eine Qual. Eine angetrunkene und lallende Händlerin Kasras wollte unbedingt ein Zimmer der billigen Kategorie. Doch die konnte ich nicht vermieten, denn sie werden momentan renoviert. Doch macht das mal einer besoffenen, keifenden, schwankenden Herrin klar, die sich wie ein Priesterkönig aufführt. Wie auch immer, letztlich zahlte die Heilerin den Zimmerpreis für die Händlerin. Yippie! Nakisa 1 : Händlerin 0. Was für ein weiterer Triumph!

Kohlezeichnung: Rarius neben dem Übel - der Flagge der Taluna
Der Tag neigte sich dem Ende und ich wollte noch einen Blick auf die beleuchteten Schiffe im Hafen machen. Daher ging ich Richtung Stadttor, wo ich auf den Rarius Dragon traf, der sichtlich erbost zu sein schien. Der Grund seiner Aufgebrachtheit war auch naheliegen, oder besser nahestehend - ein Flagge eines Talunastammes. Mich beunruhigte, dass diese Waldfrauen so dreist, frech und vorallem in der Lage waren, ihre Flagge direkt vor dem Haupttor Kasras aufzustellen. Eine deutliche Provokation und ein Zeichen, dass unsere Wachen noch wachsamer sein müssen. Mit einem unguten Gefühl von heraufziehender Gefahr legte ich mich kurz darauf in meine Felle. 

Samstag, 28. Mai 2011

Faust im Gesicht

Ich habe ein Veilchen! *heul* Mein schönes Gesicht! Nun wird mein Herr mich für Tage nicht mehr ansehen! *schnieft* Wie es dazu kam? Ich erzähl' es euch:

Alles begann damit, dass ich zum dritten Mal zur Schmiede lief, denn mein Herr hatte immer noch nicht den Nagel für das Bild. Die Schmiede war jedoch zu. Ich wollte mich schon ärgern, als ich die Stimme des ewig gereizten Schmiedes hörte. Der tratschte mit den Kajirae der Pinion und so trollte ich mich dazu. Wie von meinen Herrn gewünscht, blieb ich stehen, um meine schöne, teure Seide nicht dreckig zu machen. Zumal es eine merkwürdige Sitte in Kasra ist, dass Kajirae auch auf den Straßen und Plätzen knien. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich sprach also de Schmied freundlich an und erkundigte mich nochmals nach einem Nagel. Innerlich schon auf eine Ohrfeige gefasst, schockierte mich Georg, der Schmied, mit der freundlichen Antwort, dass es Nägel nur im Zehner-Pack gebe. Das Pack würde einen Kupfer kosten. Ich freute mich schon und wollte sagen, dass ich eines für meinen Herrn kaufen wöllte, da ergänzte der Halsabschneider noch zwei Kupfer für die Verpackung der Nägel, sodass dann das Zehner-Pack nicht mehr einen Kupfer, sondern stolze drei Kupfer kosten würde. Ich grummelte, denn ich hatte nur einen Kupfer dabei. So musste ich abermals erfolglos den Rückzug antreten. *seufzt*

Ich machte mich also auf den Heimweg. Und nun nahm das Unglück seinen Lauf. In der Zitadelle angekommen stand plötzlich eine mir unbekannte Kajira vor mir. Statt zu Grüßen, fragte sie erstmal was ich hier wollte und wer ich denn bin. Ich sagte, dass mein Herr hier wohne und er der Hauptmann der von Kasra sei. Natürlich fragte ich, wer sie denn nun sei. Sie antwortete, dass sie dem Regenten gehöre. Da musste ich loslachen, denn ich wusste, dass es die Kajira vom Regenten war, die alle Herren zum Jucken gebracht hatte. Und da geschah es. Während ich über das Sexverbot und den Juckreiz lachen musste, knallte plötzlich ihre Faust in mein Gesicht! Ja, ihr lest richtig! Ihre verdammte Faust! *grad gereizt ist* Mir wurde ganz anders und ich nahm wie im Traum wahr, dass meine Faust sich reflexartig in den Bauch der Kajira rammte, ehe ich mich - nach einem weiteren kleinen Tumult - ins Zimmer meines Herrn flüchten konnte.

Kohlezeichnung: Das Opfer links, die Täterin rechts

Geschockt und verängstigt wartete ich dort eine Weile und schlich mich schliesslich zur Hintertür hinaus, um meine pochende Wange mit Wasser vom Brunnen zu kühlen. Das tat erstmal gut, dennoch konnte ich das Spannen der Haut und die Schwellung deutlich fühlen. Zu allem Überfluss stand plötzlich auch noch mein Herr hinter mir. Natürlich musste ich ihm dann Rede und Antwort stehen. Ich tat es grad, da kreuzte das blonde Urt von Kajira auf und so konnte ich meinem Herrn gleich zeigen, wen ich dieses Veilchen zu verdanken hatte und vor wem ich geflüchtet war.

Zu meiner Verwunderung bestrafte mein Herr die Kajira nicht sofort, sondern hielt mir erst mal eine Standpauke nach dem Motto 'Die Kajira des Hauptmanns tritt keine Flucht an, sondern stellt sich mutig der Kajira und gewinnt bla bla bla'. Naja, auf jeden Fall zitierte er das blonde Gift dann zu sich und meinte, sie solle sich stillhalten und ich ihr eins mit der Faust verpassen. Ja, ihr lest richtig! Ich sollte es tun! Lange rede, kurzer Sinn: Ich gehorchte und ließ meine Faust in ihr Gesicht donnern. Himmel, das tat weh. Also nicht nur ihr, sondern auch meiner Faust. Ich bin halt Kajira und kein Kampf-Urt.

Auf jeden Fall reagierte das blonde Ding natürlich nicht begeistert, sondern stürzte sich förmlich auf sich. Abermals kam es zu einem Tumult, den ich aber diesmal gewann. Ob es daran lag, dass ich plötzlich ein Büschel blonder Haare in meiner Hand hielt, oder ob es meine Kratz-Beiß-Taktik war, ich weiß es nicht. Jedenfalls rannte die Kajira plötzlich weg. Endlich Ruhe!

Ich machte mich danach auf zur Heilerstube, doch die war verschlossen. Typisch! Wenn mal ein Heiler gebraucht wird, ist nie einer da. Nun ja…

Heute werde ich es noch mal bei der Heilerstube probieren. Vielleicht haben die ja was gegen das Veilchen. Schließlich muss es schnell heilen, denn wie sieht es denn aus, wenn eine schöne, exotische, heißblütige Vorzeige-Kajira wie ich mit einem Veilchen herum laufen muss? Richtig: Nicht schön!

Donnerstag, 26. Mai 2011

Von Blumen und Nägeln

Sooo! Bevor ich in die Felle hüpfe, noch der neuste Tratsch. Naja, oder besser das, was ich heute erlebt habe.

Alles begann damit, dass mir der Richter über den Weg lief. Wer den Richter kennt, hat bestimmt das Sprichwort "Zieht er Kopf und Glieder ein, könnt er eine Kugel sein" vor Augen. Aber egal. Der Richter jedenfalls trug mir auf, nach einer Blumenverkäuferin Ausschau zu halten, falls ich über'n Markt gehen sollte. Und ich solle ihr ausrichten, dass er sein Geld für das - O-Ton - "Gestrüpp" wieder haben will, dessen "Stengel schon am ersten Tag durchhänge, obwohl die Wurzeln in der Vase stecken".

Wie der Zufall will traf ich die Verkäuferin auch prompt. Doch wie nicht anders zu erwarten, wollte die davon nichts hören und schien förmlich in die Luft zu gehen. Sie meinte nur, dass der Richter Schnittblumen gekauft habe und da keine Wurzeln dran waren. Das lässt für mich natürlich den Schluss zu, dass der Richter irgendwas mit den Blumen falsch gemacht haben muss. Aber auch das störte mich nicht, schliesslich hatte ich meine Aufgabe erledigt. Soll der Richter sich allein mit der Händlerin streiten.

So machte ich mich auf zur Schmiede, um endlich den Nagel zu besorgen, den mein Herr brauchte. Es war mein zweiter Gang zu Schmiede. Beim ersten Gang traf ich auf Lu - das Kajira-Urt vom Schmied -, die mich anzickte, weil ich fragte, ob sich ihr Herr nur ein Jute-Sack für sie als Tunika leisten kann. Sie hatte mir darauf keinen Nagel verkauft. Unverständlich so was, oder? *kopf schüttelt*

Also war ich nun das zweite Mal da und stand vor dem Schmied, der auf seiner Bank vor der Schmiede saß, und fragte ihn, ob er keine Kupfer verdienen will, denn Lu verkaufe ja keine Nägel für meinen Herrn. Doch statt sich zu freuen meinen Herrn als Kunde zu haben, bekam ich zwei Ohrfeigen. Undank ist der Welten lohn *seufzt* Dann reichte er mir einen alten, krummen, rostigen Nagel und meinte, es wäre ein Geschenk. Ich lehnte freundlich ab, denn ich darf ja keine Geschenke annehmen. Na, auf jeden Fall suchte ich dann das weite. Die Wange tut mir übrigens immer noch weh! Der Schmied hat halt Kraft…

Was aus dem Nagel wurde, willst du wissen? Nun, mein Herr will ihn immer noch. Ich soll noch mal zum Schmied. Mal gucken, ob der diesmal was verkauft. Aber das erfahre ich dann ja morgen. Und nun heißt es erstmal: Gute Nacht, Kasra!

Wenn's juckt und kratzt

Hach, schon beim Gedanken daran, was in Kasra grad reihum geht, kribbelt es mir schon überall. Aber von vorne:
Ich hörte von einer Kajira, die soll mal ne Urt gewesen sein, und die hat es wohl in sich. Also, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn seit sie mit den Herren in den Fellen war, müssen alle Männer zur Heilerin. Angeblich gibt es dank dieser Kajira auch ein Sexverbot in Kasra. Die arme Wirtin. Die hat nämlich grad den neuen Pagabecher eröffnet - die Tavernenabteilung des Feuerkrugs. Wie auch immer, diese Kajira hat wohl alle mit irgendwas angesteckt, dass den betroffenen zwischen den Beinen Juckreiz verschafft. Zum Glück, bin ich nicht betroffen, sodass ich auch weiterhin…
Aber das ist ein anderes Thema ;-)