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Donnerstag, 23. August 2012

Wer in die Tahari will, der muss durch Kasra.


Zitat aus einer alten Notecard:
Wer in die Tahari will, der muss durch Kasra. Naja, wer in die Tahari will, in Hochburg und Tarnwald Feinde hat, das Voltai wegen seiner Höhenangst nicht bereisen kann und sich nicht gegen die Talunas des Urwalds am Kamba und Nyoka zu wehren weiß, der ist am besten mit dem Weg per Schiff den Thasa-Cratius und Fayheen hinauf beraten. Hier führt wirklich kein Weg hin, nach Kasra.

Richtig, kein Weg, denn Kasra liegt auf einer Halbinsel an der Gabelung des Fayheens in unteren und oberen Fayheen. Wer keinen mörderischen Umweg in Kauf nehmen will, kommt genau genommen nur per Schiff nach Kasra. Deshalb unterhält die Handelsstadt eigens ein kleines Fährunternehmen, das den vermessenen Besucher mehr oder weniger sicher über den Fluss schippert. Oftmals steigt einer vor Erreichen des Ufers aus. Böse Zungen behaupten, das läge an der Fahne des Kapitäns, aber lassen wir das und kommen zu den Fakten:

Kasra selbst sieht sich als Handelsstadt. Der gewogene Reisende auf seinem Umweg in die Tahari ist eingeladen, Erz und Erzerzeugnisse Kasras zu konsumieren. Auch eine Probe des roten Salzes wäre es wert, wenn man schon mal da ist und reist man im Schaltjahr an, kann man eine der regelmäßigen Salzlieferungen aus der Oase der vier Palmen Einzug halten sehen in die Fayheenmetropole....

Aber nicht nur Handel hat Kasra zu bieten. Auch ist es eine Kulturhochburg. Kasras Kajirae-Theater, das mit den Salzkarawanen ähnlicher Regelmäßigkeit auftritt, zieht Besucher von ganz Gor an, Kasra veranstaltet regelmäßige Badetage, Märkte und Messen und wer aufgrund besagter Höhenangst auch das Sardar nicht bereisten kann, kann nirgendwo sonst so stilecht En'Kara feiern, wie in Kasra.

Auch in Sachen Bewirtung hat Kasra einiges zu bieten: Der Feuerkrug, die Herberge der Stadt serviert neben gorüblichen Speisen und Getränken auch lokale Spezialitäten, wie Piscis Paga, und der Fischsuppe eilt ihr Ruf weithin voraus. Man sagt, sie sei die einzige Suppe, aus der mehr Augen hinaus, wie hinein gucken.

Apropos Fischsuppe, die Heilerkaste in Kasra ist hervorragend aufgestellt. Wer vom Reisefieber keine Bauchschmerzen bekommt, sollte die Chance nutzen, sich einmal gründlich durchchecken zu lassen.

Wer sich von all dem immer noch nicht abgeschreckt und zum Weiterreisen in die Tahari animiert fühlt und wer sich dann von einer schonungslosen Befragung durch den Rat der Stadt nicht verscheuchen lässt, dem drohen Bürgerschaft, Heimsteinschwur und Karriere.

Kasra bietet Aufstiegschancen, wie kaum ein anderer Ort. In einer der wenigen funktionierenden Demokratien der Gegenerde kann jeder Bürger um den Posten des Regenten buhlen. Auch in der Wache ist ein schneller Aufstieg möglich, denn sie hat mehr Posten als Krieger.

Geld und Ruhm liegen auf der Strasse in Kasra, aber wenn Du, verehrter Reisender, wirklich lieber weiter in die Tahari willst, dann bieten wir Dir ein Zimmer für die Nacht an, bedanken uns für Deinen Besuch und wünschen sichere Wege.
Vor langer Zeit habe ich diesen Text geschrieben. Ich erinnere mich nicht mehr, ob das eine Auftragsarbeit für Nasty war oder ob ich es aus eigenem Antrieb tat. Er war jedenfalls zu Werbezwecken gedacht. Gestern stolperte ich zufällig darüber beim Durchstöbern alter Notecards und Erinnerungen kamen hoch.

Nein, so ist Kasra heute nicht mehr. Das Kajirae-Theater ist Geschichte, wie die 'Sa me Piscis', der nicht ganz ernstgemeinte Versuch, einen Talunastamm aufzubauen, an dem ich sehr viel Spaß hatte und auch Brad und Nasty als freundliches Wirtspaar gibt es nicht mehr. Zwei Mitspieler sind im RL verstorben, seitdem, und haben klaffende Lücken hinterlassen.

Kasra hat die Unschuld verloren, Kasra pubertiert gearde. Eine fünfjährige Sim steckt in den Flegeljahren, was man intern oft deutlich merkt, und ist auf dem Weg, erwachsen zu werden. Die Stimme wird tiefer, die Körperbehaarung nimmt zu, die Brüste wachsen und die Launen schwanken.... Hier stellt sich die Frage: Ist Kasra männlich oder weiblich? Letztlich egal - worauf ich hinaus will: Der Prozess des Erwachsenwerdens bringt einige Unzulänglichkeiten mit sich und auch Veränderungen, aber trotz allem bleibt man als Erwachsener, wer man als Jugendlicher war.

Kasra, pass auf! Achte auf Deinen guten Ruf der Vergangenheit! Achte auf Dramafreiheit, auf Deinen Humor und die Selbstironie, die Du manchmal an Dir hattest, auf Deine Buchtreue und auf den hohen Wohlfühl- und Unterhaltungsfaktor, den man von Dir kennt. Wenn Du Dir diese Eigenschaften erhältst, kann Erwachsenwerden für Dich nur Fortschritt sein!

Dienstag, 17. Januar 2012

Fünf Jahre ... Teil 6

Im Herbst 2010 wurde Terry also wieder freie Frau.
Ein paar Tage schlich sie in der Oase herum, aber diese war ihr fremd geworden. Mit der Einrichtung oder den verschiedenen Gebäuden verband sie keine Erinnerung. Die Bürger dort waren ihr unbekannt.

Sie wanderte Richtung Kasra, auch wenn sie auf gar keinen Fall dort versklavt werden dürfte. Aber warum auch, gab doch keinen Grund dazu. Ihr Papiere waren in Ordnung und sie war schließlich mal eine freie Frau gewesen.

In Kasras Heilerei traf sie dann auf Aragon, den leicht verschrobenen Heiler vom Handelsposten, Gefährte von Madita, der Töpferin.

Eigentlich ist der elementare Bestandteil der Versklavung sonst die Unterwerfung.
Es gibt Spieler, die basteln sich immer wieder Avatare, um diese Unterwerfung zu erleben, Aragon aber schwatzte mir ein Geschäftsverhältnis auf, so eine Art Anstellung bei ihm und nach einer Ahn band er noch etwas Schmuck um meine Handgelenke.

Zugegeben, eine Schriftgelehrte sollte etwas klüger sein, als auf so einen Vertrag reinzufallen, aber es war zu schön, um es abzulehnen, zumal ich ja einen Herrn suchte.
Aragon erwies sich in der Folgezeit als verdammt guter Herr für Terry, er hatte das nötige Maß an Humor und Ernst dafür. Und seine Zeiten überschnitten sich anfangs auch weniger mit Kasra.

Wir hatten tolles und albernes Rollenspiel, sowie erotisches und verrücktes. Mit Aragon erkundete ich auch erstmalig das RLV.
Aber der eher spaßige Teil gehört zu Nasty, nach einiger Zeit landete Terry wieder in der Nothaltebucht, bei Soran .. und versuchte dem Feuerkrug aus anderer Perspektive neues Leben zu geben.
Oder eben die erste zu sein, die ihre schlanken flinken Finger auf Neuankömmlinge legt.

In Kasra ging es derweil aufwärts, wir zählten über das Jahr mehr als 12 feste und aktive Spieler. Und ich meine wirklich beständige Spieler. Nur die Kernzeit war noch zu kurz :-))

Thorben hat uns wahrlich lang begleitet und beschäftigt

Rudwin und Aphris gehen dem Trend entgegen und eine Vernunftsgefährtenschaft ein

Ich muss leider draussen bleiben

Unsere erste OOC-Party in Kasra

2010 war auch das Jahr der Kuri ..

Nastys erstes CageMatch

Die Sa'me Piscis, stolz und schön

Ignatius wurde Bürger. Was soll ich sagen? .. ich hebe es mir für das Fazit auf

Aphris wird Mutter, das Südlandbotenmädchen ist geboren. Terry wird Kajira von Seite eins.

.. und unerwartet eine freie Frau

Nasty half auch mal aus, beim SBM

Keltor ..

Talisha ..

ooops ..

Die letzte harmonische Eintracht, gemeinsames Fischen mit der Oase

Sandra setzt Kasras Maxime um, "Machen, was niemand zuvor machte"

Die Uraufführung der 'Pilgerreise'

Danke an Kasras Sklavinnen und Teddy

Im November war dann auch die Traffic-Hure in mir das erste mal befriedigt, Platz eins als Estate

Fortsetzung folgt ...


P.S.: Eben erreichte mich eine Korrektur zu einem Blogeintrag.
Es sind fünf Jahre .. ich werde sicher vieles andere auch verklärt sehen oder Daten durcheinander bringen. Ansonsten verweise ich auf den noch kommenden letzten Teil der 'fünf Jahre'. Dennoch schön, dass du das noch so gut in Erinnerung hast.

Montag, 16. Januar 2012

Fünf Jahre ... Teil 4

Die ersten drei Monate lagen hinter uns, in 2009 sollte Kasra aber nun bitte etwas wachsen.

Das Jahr begann mit der Gefährtenschaft von Brad und Nasty, Rikka und Sandra sorgten für ein wunderschönes Rahmenprogramm dabei. Die weiteren Abende waren wir zur Kernzeit meist im Feuerkrug und begrüßten Gäste oder eben nicht.
Wir genügten uns durchaus auch selbst um Spaß zu haben und etwickelten dabei einen Kasra-typischen Humor.


Rikka und Sandra

War meine alte Heimat Ende letzten Jahres fast ausgestorben, so erstarkte sie zu Jahresbeginn und wurde im ersten Quartal komplett neugebaut. Eine Dynamik, welche sich dort jährlich wiederholen wird.

Ein Bild aus 2010 mit WL

Unsere Bemühungen Spieler zu finden, die mit uns dauerhaft für Kasra kämpfen, blieb jedoch relativ erfolglos. Ich liebäugelte zu den Zeiten immer mit der Idee, wenn die Leute nicht zu uns kommen, gehe wir dahin, wo wir sie finden können - bauen wir dort unsere Ideen aus.

Aber immer, wenn ich auch in kommender Zeit mit solchen Gedanken spielte, es kam immer rechtzeitig die Rettung im RP. Meist in Form einer einzigen Person .. und oft war es Charon.
Übrigens .. ein unerwartetes Problem am Anfang war, wir fanden tatsächlich keinen Regenten.

Gut, inzwischen hatten wir mal einen, aber ihm fehlte die Zeit oder Lust etwas anzustoßen.
Dauerhafter erwies sich da unsere Tatrix.
Inzwischen kam also etwas Leben nach Kasra und wir versuchten uns gleich mal Richtung Kino zu orientieren. Passend zum Thema Heimsteinklau zerbrach dann unsere Allianz mit der Spannung und einigen Spielern in Kasra.

Mit etwas anderem RP waren wir dennoch gut unterwegs und aus Niederlagen muss man eben lernen :-))


Handelskarawane zur Oase der Vier Palmen


Erste Theater-Aufführung auf der Seebühne zu Kasra


Fackeltanz in Kasra


Sklavenauktion, Lady Pinion trennt sich temporär von Handelsware


Großes Theater auf Tournee

Die erforderlichen Baumaßnahmen und Umstellungen in Kasra hatte ich bereits im März beendet und ausser neuem Schnickschnack, gab es nicht viel zu tun.
Da Kasra sich wieder auf die Kernzeit beschränkte, hatte ich zuviel Zeit.

Wir versuchten uns an der 'Prometheus', einem anderen und eigenem Rollenspiel. Jeweils Freitags, weil Kasra da eh leer war.

2009 war ein sehr gutes jahr, nicht ohne Frust - aber es fanden sich über das Jahr verteil einfach tolle Spieler in Kasra ein, auch wenn es meist nur für einen längeren Besuch oder Quartal reichte.
In diesem Jahr festigte sich unser Stil, Kasra war immer IC und wir erwarben uns einen guten Ruf.

Immer öfters kam es vor, dass Kasra das Limit von 20 Avataren erreichte :-))

Fortsetzung folgt ...




Mittwoch, 11. Januar 2012

Fünf Jahre ... Teil 3

Bereits im letzten Jahr dachte das Südland über Erweiterungen nach, Taluna und Kampfgebiete, Urwald, ein Handelsposten und eine flächenmäßige Erweiterung der Oase.
Werben, Spenden, Bereden .. es riss nicht ab.
Und ganz ehrlich, ich erinnere mich nicht mal mehr, wessen Sim wann und wo andockte und wieder verschwand, ich wollte auch nur noch in den Abschlussgesprächen dabei sein. Jedenfalls wuchs das Südland auf drei Kern-Sims an, also auf die dicken, die es damals gab und mutierte in den kommenden Jahren flächenmäßig immer vor sich hin - das Südland war geboren.

Selbst die Telekom unterhält 2008 eine Filiale im Südland, konnte sie aber nicht verteidigen

2008 ist dann auch das unselige Jahr der günstigen Homestates ..

Neue Gruppen belebten das Land, es gab viel interessantes RP.
Und interessante Gruppen.

Frauen mit Migrationshintergrund

Terry lebte nun im Haus von Aleks. Anfangs kümmerten wir uns mit anderen um die Ausbildung der Sklaven, später wurde er dann Scheich und musste wohl nichts mehr arbeiten ;-))

Terry im Club der Vier Palmen

2008 verknüpfe ich auch mit Nicki, die "drei Monde" und jede Menge Ausflüge von ihr ins Rollenspiel. Das Leben wurde bunter, aber nicht immer besser.
Spannungen gab es immer irgendwo an einer Ecke, Spannung dafür weniger.
Ich begann mich zu langweilen und spielte, neben der Zeit mit meinem Herrn, verstärkt mit einem Alt. Taluna wollte ich versuchen und hielt das sogar eine Zeit lang durch.

Im März lies ich mich dann etwas hängen. Ich war wo ich hin wollte und hing im Haus eines Kriegers von der Decke herab. Es wurden die fünf intensivsten Tagen in meinem Rollenspiel, sogar bis heute. Außerdem der Anfang einer guten und inzwischen längeren Freundschaft.

Warten auf was da so kommen mag

Natürlich habe ich viele Leute kennengelernt, nicht nur auf den Besprechungen und beim Vermieten. Und natürlich hatten es Aleks und ich hier so gut wie wir es nirgendwo haben könnten. Dennoch brauchten wir in der zweiten Jahreshälfte Abwechslung vom Alltag und begannen mit neuen Charaktären durch die Städte des deutschen Gor zu reisen, in der Hoffnung irgendwo in geeigneter Atmosphäre eine Herberge zu führen.

Im Juni feiert die Oase ihren ersten Geburtstag, das Südland war um die 6 Sims groß?

Wir fanden nicht wirklich unsere Wunschvorstellung, auch wenn wir dabei teils herrliches RP hatten. Den Abend auf Samanu werden wir wohl alle nicht vergessen. Brad und Nasty treffen Teddy und Dina.

Es kam aber anders, inzwischen wurde eine Fullsim Südlands in mehrere Estates getauscht. Platz sollte her, mehr Umfeld und Abwechslung .. eine fiel weg, war auch irgendwie günstiger alles. Jedenfalls stand eine wunderschöne und verführerisch billige Sim im Südland frei. Die Gruppe, die Kasra geschaffen und bewohnt hatte gab auf und hinterlies einen Honigtopf für Brad und mich. Dieser lockte mehrere Wochen und war kurz davor eingeäschert zu werden, als wir beide uns entschieden, es selbst zu mieten.

Kasra unter Verwaltung der Treuhand

Aufwendig eingerichtet, dabei waren doch noch 300 Prims frei

Alles wollten wir besser machen :-))

Die Grundsätze kurz zusammengefasst:
- Kasra sollte sich selbst verwalten, ein IC-Rat der ansässigen Spieler lenkt die Geschicke
- Ein Regent der Stadt muss von diesem Rat alle drei Monate neu bestätigt oder gewählt werden
- Kasra vermietet keine Prims, es gab genug Wohnsims
- Kein, aber wirklich kein OOC im Chat, möglichst auch keine Klammern
- Keine IMs während man im Rollenspiel ist. Ja, der Hinweis ist notwendig
- Wir definieren uns nicht mit einem Label
- Wir wollen nur Rollenspiel
- Keine Safezone
- Es geht beides, goreanisch UND gastfreundlich

Gut, nun nicht wirklich kurz und vermutlich wollen das andere auch? .. wobei ich mir mit dem Regenten unsicher wäre, ob das überall willkommen ist, hehe.
Oktober 2008 starteten wir. zur Kernzeit waren wir immer im Feuerkrug, und ansonsten begann ich Kasra bautechnisch zu optimieren.

Sandra und Rikka begleiteten uns, wir spielten eh schon zusammen. So funktionierte die Herberge vom ersten Tag an eben als Begegnungsstätte. Ein paar wenige Interessierte besuchten uns und blieben sogar, aber als einen Achtunderfolg sahen wir an, dass Teddy und Dina sich nach dem Untergang von Samanu kurz vor Weihnachten in Kasra ansiedelten.
Dennoch waren die ersten Monate in Kasra beinharte Arbeit. Es gab genug alteingesessene Städte und seit eh her zuwenig Neulinge mit Perspektiven.

Wehmut

Terry war zu der Zeit gar nicht mehr im RP und Nasty nur wenigen bekannt. Der OOC-Anteil des Tages dampfte gen Null zusammen, keine IMs mehr, herrlich.
Mit Beginn Kasra endet auch das letzte wirklich turbulente Jahr für mich. So viel neues gesehen und gelernt wie in den ersten 18 Monaten, habe ich nie wieder.

Aber mit Nasty hatte ich nun das erste mal die Möglichkeit etwas eigenständig im Rollenspiel zu bewegen. Und .. Brad und Nasty funktionierten sofort.

Fortsetzung folgt ...


P.S.: Bestimmt bringe ich heute das eine oder andere durcheinander.
Als Fazit der ersten zwei Jahre bleibt aber, und das bestätigte sich hier beim Schreiben des Rückblickes für mich noch einmal, dass gesellschaftliches RP wie anfangs in Jasmine, Ketora und fortgeführt in der Oase, mich nicht allein befriedigt.
Vermutlich, weil ich einfach zuviel Zeit hier verbringe?

Fünf Jahre ... Teil 2

Wir bezogen ein Haus in Ketora .. Thor, seine Cousine und ich.
Ketora war riesig, auf einge Sims verteilt und relativ leer, aber zumindest wohnten ein paar Deutsche dort. Hier reifte dann die Überlegung zu einer rein deutschen Sim.
Es war also viel zu tun, zusätzlich zum eigenen Geld der drei 'Gründer' benötigten wir weitere Spender und Mietzusagen, ich war erstaunt, wie teuer das alles ist.

So gingen die Besuche dann weiter, nur diesmal landete man natürlich schneller beim OOC und warb für die Idee bei den bekannten Mitspielern.
Rollenspiel gab es dennoch und so lernte ich dann in Ketora jemand ganz besonderes kennen, was mein Leben nachhaltig veränderte. Nein, nicht unsere neuen Nachbarn, mit ihnen könnte ich den Blog allein füllen, hihi.

Meine teuflischen Nachbarn

Ich gebe es auf die Namen einzeln aufzulisten, es sind einfach zuviele in den ersten Monaten. Der Grund, warum ich es überhaupt tat: es ist erstaunlich zu sehen, wieviele doch nach 5 Jahren immer noch aktiv sind.

Mitte April luden wir alle möglichen Mitstreiter und Bewohner zu einer Kundgebung nach Ketora ein, um Sponsoren und Mieter zu werben. Thor führte die Rede und Terry kniete dekorativ nackt mitten drin und führte die erste Bürger- und Mietlisten.
In den nächsten zwei Tagen wuchs die Liste weiter an und es schien alles zu klappen.
Wenn ich das grad recht lese, wollten wir zuerst an Ketora ankoppeln?

Entwürfe von Nevin zur Oase

Aber nicht bei allen kam die Idee gut an. Es sei mal wieder typisch deutsch, sich zu isolieren und auf die eigene Sprache zu bestehen ;-))
Und überhaupt, romantisch verklärt könnte man sagen, es war eine Zeit des Aufbruchs.
Tatsächlich aber folgten auch Monate des Ärgers um Führung, Stil und Ausrichtung. Es taten sich Gräben auf, die sogar bis heute nicht zugeschüttet wurden.
Im Nachhinein gesehen war es aber eine gute Schule und allen Bedenken und Stress zum Trotz wurde die Oase der Vier Palmen dank Nevin und Haani gute 10 Wochen später fertig.

Die Eröffnungsfeier war am 24. Juni 2007 und der Besuch über den Tag lies Gutes hoffen.
Die Leitung der Oase schrumpfte dennoch in den kommenden Monaten endgültig von vier auf zwei zusammen.

Tag der Eröffnung

Meine zukünftige Aufgabe war u.a. die Betreuung der Mieter und das Einrichten von Mietboxen, streng konfiguriert nach gewünschten Prims. Der OOC-Anteil für mich blieb also überdurchschnittlich hoch, auch wenn ich versuchte es möglichst spielerisch zu gestalten.
Bis zum Ende des Jahres blieb die Oase dann auch ausgebucht und man konnte sich nur in Wartelisten eintragen - 13 Häuser und vier Wohnungen nebst drei weiteren im Sky.
Dies war nun wirklich eine herrliche Zeit und ich stürzte mich in neues RP und Aufgaben.
Inzwischen gehörte ich Soran, der sich in der Oase als Wesir, Schatzmeister und Richter niederlies.
Der wiederum gab mich an Aleks und endlich kommt zusammen, was zusammen gehört.

Aleks McCaw


Die Oase aus seltenem Blickwinkel

Das Jahr 2007 ging zu ende. Die Zahl der deutschen Sims wuchs bereits, oder?
Teils haarsträubendes RP und soziale Verwicklungen zerrten am Ruf der Vier Palmen.

Aber es blieb ohnehin alles im stetigen Fluss.

Fortsetzung folgt ..

Montag, 9. Januar 2012

Fünf Jahre ... Teil 1

In wenigen Tagen wird Terry fünf Jahre alt.
Dies ist nun nicht soooo alt, aber doch mal ein Grund auf die Zeit zurückzusehen, bevor sie ganz vergessen ist.

Geboren wurde Terry aus einer Laune heraus, aus Langeweile gepaart mit Neugier, kurz bevor ein RTL-Magazin einen Hype auslöste und Lindens Technik vollkommen überforderte.
Meiner Hilfsbereitschft den Leuten zu erklären, warum denn nun alle grau seien, verdankte ich gleich meinen ersten Begleiter und Freund, den Duke.

Die nächsten Wochen machten wir beide die Tanzflächen unsicher, zuletzt mieten wir sogar ein Haus .. für ganze 300 L$ die Woche. Es war richtig unheimlich das erste mal virtuell zu bezahlen.
Der Kontakt zu Duke war sehr intensiv, es dauerte nicht lange und ich war jeden Abend online.
Damals ging das nur zu Lasten der Sims .. ihr wisst schon 'The Sims'.

Duke und Terry im Linden Starter-Design

Aber NUR Tanz und Gespräch befriedigten auf die Dauer doch nicht. Nach Skifahren, Eislaufen und sonstigen Kleinstausflügen in andere Welten hörte ich dann etwas von der Gegenerde. Die Bücher hatte ich nur wenige Monate zuvor verschlungen und es war klar, da musste ich hin. Für Duke war diese Welt keine Option, aber wir verloren uns auch nie ganz aus den Augen. Ohne ihn wäre ich aber vermutlich nicht länger als ein paar Tage im zweiten Leben geblieben.

Inzwischen hatte ich etwas Geld tranferiert, was auch wieder unheimlich anmutete, und Terry ausgestattet.
Seit damals habe ich sie nie wieder verändert und auch wenn technisch überholt, werde ich es auch niemals aus freien Stücken tun.

Der Grundstein ist gelegt

Ich hatte Glück, beim 'Shoppen' nach Gor-Kleidung sprach mich eine Kajira namens AnnaLucia an und ich bekam einen Kontaktnamen für deutsches Gor. Der Namensgeber war auch damals schon sehr beschäftigt, Thor Tracer und sein Rat lautete "Tritt in die Gruppe Gor auf deutsch (GaD) ein". Ich war vier Wochen jung und lernte zumindest, was eine Gruppe ist. Damit endete der Kontakt auch wieder.

Erwähnte ich, dass es damals noch keine deutschen Gor-Sims gab?

Später besuchte ich Ketora, traf einen Ami, der norwegisch sprach, und wir erkundeten meine baldige Heimat, was ich aber zu diesem Zeitpunkt nicht einmal erahnen konnte.

GaD war dann doch für etwas gut. Jemand lud dort in sein Haus ein, Party? IC? OOC? .. keine Ahnung, DEUTSCH .. ich traute mich aber hin, todesmutig.
Lauter fremde Leute und Namen. Der Gastgeber, ein Firewall, führte uns durch ein offensichtlich irdisches Haus. Dumond, Silverhair, Nadja, Andrea .. lauter Unbekannte.

Thor erinnerte sich an meinen Namen und dass er mich ja eigentlich mal einladen wollte. Er sei grad umgezogen nach Jasmine. Wir trafen uns später dort und er erklärte grundsätzliches. Wie man grüßt und was Rollenspiel ist oder wie es funktioniert - ich hatte nämlich noch nie irgendeine Form von Rollenspiel gemacht.
"Denk dich in die Rolle, lebe sie und antworte hier im Rollenspiel, wie du es real tun würdest.

Damals sagte man: "Grüße, Herr" .. und "mach's gut". Thor war und ist ein stetiger Verfechter der deutschen Sprache.

Nächster Halt - Party und neue Namen: Laura, Jimmy, Netweasel, Kitten .. ein weiteres Dutzend Unbekannter. Ich war nur anwesend und IMste mit Duke. Soviel Chat konnte ich noch nicht verarbeiten.

Thor löste Duke langsam in der Zeit ab. Tanzen im Phats, plauschen über Gor und die Welt.

Es war alles so spannend, ich freute mich darauf, bald mitspielen zu dürfen.
Wir klärten auch, ob ich denn dazu passe .. denn da waren noch zwei andere, Anna und Sly.
Meine erste Aufgabe, Unterwerfung unter Zeugen .. na toll.

Ich bekam Lob nach der Unterwerfung. Ich hätte eine gute Geschichte gehabt und auch gut gespielt.
Das erste mal nackt auf den Knien, den Tag werde ich nicht vergessen. Das Datum schon, hihi .. es muss so vier Wochen nach der Geburt gewesen sein. Längst war ich täglich online.
Nach der Unterwerfung wurde ich gleich ausgeführt, ein Besuch bei Netweasel und Kitten zeigte mir die Welt aus Kniehöhe. Anna servierte recht gut, fand ich. Aber Kitten depremierte mich mit ihrer Art, ich war mir sicher, das nie zu lernen und die rechten Worte zu finden - auch wenn sie Gedanke-RP machte, wie ich grad lesen muss, hihi.
Thor war aber zufrieden und baute mich später wieder auf. Er förderte mich dahingehend wirklich ich selbst zu sein und niemanden zu kopieren.

Es folgte eine spannende Zeit. Ich drückte mich als Sklavin in den Ecken von Jasmin herum, machte einen großen Bogen um alle Freien und lebte in ständiger Angst angesprochen zu werden. Nicht zuletzt, weil es eine zweisprachige Sim und deutsch nur geduldet war.
Ich glaube, ich war auch niemals in der Taverne von Port Jasmine.

Der Magistrat mit seinen beiden liebsten

Ich habe Chats und IMs fast seit dem ersten Tag mitgeloggt. Nach dem Ausloggen, habe ich gerne den Abend noch einmal nachgelesen. Auch, weil ich nicht immer dem Chat folgen konnte.
In diesen Texten blättere ich grad, um mich wieder an die Zeit zu erinnern.
Das 'Collar', das Brandzeichen .. dabei hätte ich mich fast übergeben.

Es wurde schnelllebig. Anna wurde als Cousine von Thor erkannt und er lies sie frei. Nun hatte ich irgenwie auch eine Herrin und ne Menge Gespräche bis spät in die Nacht.

Wenn ich das allgemeine RP heute so lese, es hatte seine Highlights, aber es mischte sich auch schnell mit Klammern und bliebt selten lange Zeit am Stück konzentriert IC. Aber diese Gruppe hier war auch nicht nur eine Interessengemeinschaft sondern ein erstes soziales Netzwerk für mich.
Inzwischen lernte ich auch Ameran, Nevin, Lisa und Lestat kennen, einen Kajrus.
Es folgten Samara, Samantah, Kim Marvin, Darlen, Teddy, Dina, Judy, Keira, Santana, Thom, und viele andere.

Sieht man von den sozialen Entwicklungen in dieser Gruppe ab, so wiederholte sich doch das Rollenspiel in meinen Augen. Viele blieben seinerzeit unter sich in den Häusern oder man besuchte sich gegenseitig - übertrumpften sich mit Pracht und Herrlichkeit und Sklavinnen. Diese wurden dabei vorgeführt, wie neue Kleidung und Frisuren. Eine Momentaufnahme goreanischen Lebens.

Jedoch, hat man sich erstmal eingelebt, geht der Reiz des Neuen verloren und ich begann zu zweifeln, dass zumindest mich dieser Art Wiederholung auf ewig fesseln würde. Am Hafen von Jasmine begann ich nach vier Wochen Spieler anzuquatschen und versuchte mir eine zweite Meinung zum Inhalt von Rollenspiel einzuholen.
Judy Baxter träumte mir vom Leben einer Panther vor.

Unsere Tage in Jasmine waren gezählt. Thor als Magistrat und Sprecher der deutschen in der Stadt wurde zur unerwünschten Person erklärt.
Wenn ich mich recht erinnere gab es damals drei bemerkenswerte Vorstöße der amerikanischen Simbetreiber:
Zum einen sollte die erste Kajira der Stadt von anderen Sklavinnen als Herrin angesprochen werden.
Zum anderen waren sie es wohl leid, dass sich RP bestenfalls am Hafen in Form von IC/OOC-Gemisch abspielte.
Ach ja, damals lernte ich auch Guru kennen. Heute schätze ich ihn.

Port Jasmine erklärt uns den 'New Way'

Jedefalls haben sie das OOC und Klammern gänzlich verboten. Wer AFK musste, der möge schreiben, "er sinniere über etwas nach" oder "verfalle in dumpfes Brüten".
Aber der eigentliche Hammer war, sie wollten die Safezone der Stadt aufgeben.
Schluss mit der Gemütlichkeit, Spannung sollte her. Ein Dauerraid wäre damal wohl die Konsequenz gewesen oder wurde es? Dennoch eine interessante Ausgangslage für mein weiteres Leben, denn manches sollte sich wiederholen.

Ende März, anfang April 2007 keimte dann die Idee der 'Vier Palmen'.

Fortsetzung folgt ..


P.S.: ich möchte die Co-Authoren, Leser und alle anderen, die irgendwie fünf Jahre alt sind oder werden, ermuntern, hier ihre Geschichte zu erzählen oder Beiträge einzusenden. Lasst die Vergangenheit nicht sterben, Erinnert euch !!

In ca. zwei Wochen feiern wir unter selbigen Motto dann eine große Fete.

Ein was? .. Ein Fescht.