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Freitag, 2. Mai 2014

Lieber Bart aus Belnend,




Du ziehst hier den Vergleich zwischen Kasra und der DDR. Darüber müssten wohl die ehemaligen DDR-Bürger, denen ja zum Teil echtes Leid und echte Ungerechtigkeiten angetan wurden, vielmehr beleidigt sein, als die Kasraner. Ungeachtet dessen ist das aber eine Frechheit.

Für was hältst Du Dich? Für den Edward Snowden des SL-Gor? Zumindest führst Du Dich so auf.

Zur Erinnerung und als Denkanstoß: In den Augen seines Heimatlands, der USA, ist er ein Verbrecher und das nicht ganz zu Unrecht. Ihm wird vorgeworfen, gegen Verträge mit seinem ehemaligen Arbeitgeber verstoßen zu haben und aus dessen Sicht ist er ein Verräter.

Unter normalen Umständen würde das jeder andere Staat ähnlich sehen.  Snowdens Glück ist aber, dass was er aufdeckte im Rest der Welt den Eindruck erweckt, dass der Arbeitgeber ein viel größerer Verbrecher ist. Dazu kommen noch geheimdienstliche Interessen. Diese beiden Dinge sind die Lebensversicherung dieses Mannes.

Was hast Du aufgedeckt? Du hast aufgedeckt, dass Kasra vorhatte, ein RP anzustellen, das Dir persönlich und Deiner Gefährtin nicht in den Sinn passt. Du hast aufgedeckt, dass Kasra Probleme hat. Du hast auch eiskalt durchschaut, dass wir versuchen, Publikum anzulocken. Wir sind schon herausragende Verbrecher! Jeder einzelne Kasraner gehört für diese Ansammlung von Frevel von den Lindens aus SL verbannt!

Die Parallele ist, dass Du Dich damit anscheinend selbst zu einer unerwünschten Person gemacht hast, wie Snowden in seinem Heimatland auch. Nur wem hast Du genützt? Was denkst Du, wo Du Asyl finden würdest, wenn Du es brauchen solltest?

Was mich an Deinem Bann stört, ist dass er Willkür ist und dass der Tatbestand, den Du hier erfüllst, leider nicht communityweit in allen Simregeln berücksichtigt ist. Statt aus dem RP auszusteigen, davon haben mich viele gute Zuredner abgebracht, werde ich mich dafür nach Kräften nun stark machen. Für den Moment ist es Willkür. Und trotzdem, Du hast doch geradezu darum gebettelt mit Deinem Tun.

Snowden hast Du eines voraus: Diejenigen, an denen Du Verrat begangen hast haben einen Schritt auf Dich zu gemacht, wie Du es selbst beschreibst, und Dich explizit zum Wagenrennen eingeladen. Das nimmst Du zum Anlass, noch mal nachzutreten. Zeugt das von Intelligenz?

Ja, der Vergleich hinkt. Du bist sicher nicht der Edward Snowden SL-Gors. Du hast zwar eine Art Verrat begangen, indem Du hier einen Teil der deutschsprachigen Gor Community durch den Dreck ziehst. Damit übst Du, in meinen Augen, wie an anderer Stelle erläutert, Verrat an der gesamten Community. Jeder mit nur einem Funken Anstand im Leib äußert sich öffentlich nicht so über Andere, wie Du in Deinen Posts über Kasra.  Der Verrat ist also da, aber Du hast rein gar nichts Nützliches aufgedeckt. Da ist nichts an dem irgendjemand, der nicht einfach nur schadenfroh ist, Interesse haben könnte.

Ich schließe mit einem Zitat von Helmut Schmidt, wo wir uns schon sowieso im Rahmen politischer Gleichnisse bewegen: "Sie mögen in diesem Augenblick ein triumphierendes Machtgefühl empfinden. Aber sie sollten sich nicht täuschen."

Montag, 28. April 2014

Alte kasrische Tradition oder "Die Kettengeschichte"



Etwas mit sehr alter Tradition in Kasra ist auferstanden. Gestern trafen sich erstmals nach langer Zeit wieder Bürger, um eine Kettengeschichte zu erzählen.

Für den Fall, dass jemand das Prinzip Kettengeschichte nicht kennt: Es ist eine "Gruppenarbeit", wobei das Wort Arbeit ansich nicht zutrifft. Es ist mehr Vergnügen als Arbeit. Es wird eine Ausgangssituation in den Ram gestellt. In unserem Fall war es diese:

Diesmal handelt die Geschichte nicht von dem hohen Norden. Sondern einem einfachen Bauern namens Kunibert, welcher seine Tage einsam auf dem Feld verbrachte, die Boskzucht voran treibt und die anliegende Stadt mit Nahrungsmitteln versorgte. Es war ein friedliches Leben, geschützt von der Stadt im Rücken, aber frei genug außerhalb der Mauern. Eines friedlichen Tages, als er mit einem Karren mal wieder das eigens geschlachtete Boskfleisch für den Markt lieferte, da hörte er das Erklingen von Hörnern durch die Gassen der Stadt. Er drehte sich um, um in dem Marktgetummel ausfindig zu machen, woher das Geräusch kam und was es zu bedeuten hatte.

Anschließend geht es reihum. Jeder erzählt die Geschichte ein Stückchen weiter. Ich verzichte an dieser Stelle darauf, Fehler, die über einfache Tipfäler hinausgehen, zu korrigieren. Man sollte sich vor Augen halten, dass derjenige, der schreibt, etwas unter Druck steht dabei. Zum Einen warten alle auf ihn, dass er weiter erzählt. Außerdem ist es je nach Situation, das wird sich hier beweisen, auch nicht immer ganz einfach, sich etwas einfallen zu lassen, wie es weiter geht, wenn der Vorredner eine schwierige Situation geschaffen hat. Das macht Fehler unvermeidlich, aber sie gehören auch zum besonderen Charme einer Kettengeschichte. Eine Kettengeschichte ist eben nicht perfekt. Wer das liest und Lust bekommt, mitzumachen, ist herzlich willkommen. Die Veranstaltungen sind offen. Der Termin zur Fortsetzung wird rechtzeitig u.A. hier gepostet werden. Freitag- oder Sonntagabend sind im Gespräch.

Den Erzählerwechsel könnt ihr hier am neuen Absatz erschließen. Der nächste fuhr dann wie folgt fort.
Er schüttelte kurz den Kopf, als er nicht ausmachen konnte, was Grund des Hornschalls ist. Als er gerade die Hände wieder an die Karre legte, um weiterzugehen, erklangen die Hörner jedoch erneut. Er hielt an uns sah sich um. Auch diesmal konnte er nichts Auffälliges erblicken... Als er sich wieder nach vorne wandte, sah er einen Langfinger auf seiner Flucht, der mit einem mutigen Griff in seinen Karren während er abgelenkt war, ein Stück Boskfleisch an sich gebracht hatte.

Der Langfinger , ein kleiner Bursche, kaum größer diese Sklavin hier ( Anm.: gemeint ist das Mädchen im Arm des Erzählers), lief mit dem Stück Boskfleisch quer über dem Handelsplatz, da er endlich etwas zu Beißen hatte .... gefolgt von Kunibert der fluchend und schnaufend hinterher rannte ... nur dumm, dass er dabei natürlich seinen Wagen abstellen musste ... ein drittes Mal ertönte das Signal und man sah nun, wie die Bürger der Stadt erpicht waren so schnell wie möglich die Gassen frei zu machen , da großer Besuch im Anschein war.

"Macht frei die Gassen und Wege", ertönte es von Wachen auf den Reitthalarien die hervor schritten und die Hörner bliesen, so war in dem kleinen beschaulichen Örtchen klar, dass es etwas sein musste, das die Menschen zu Gesprächen danach noch zusammen treffen riefen. "Ohh! Ahh!" erklang es von man einer Frau, als sie dann den stattlichen Ubar auf seinem weißen Kaiila sahen, welcher hinter den Wachen galoppierte. Doch war es der kleine Dieb, der nur kurz von seinem Erfolg thronen konnte, denn die Menschenmassen wurden immer grösser, sodass es ein kurzer Aufschrei ertönt, zwischen all den Leuten.
Kunibert war nun hin und hergerissen .. dort der Dieb mit seiner Beute, dort sein Wagen, der nun bei der freien Gasse allein noch den Weg der Wachen blockierte. Hinterher oder Wagen retten? Da war es auch schon zu spät. Sein Spurt konnte seine Ware nicht mehr retten. Die vorderen Wachleute drängten ihn zur Seite und er fiel um. Kunibert fluchte wild, wagte sich aber nun nicht gegen den Tross zu stellen. Er glich sich der Menschenmasse an und versuchte stattdessen zu erspähen, wo der Schrei her kam.

Seine Augen flogen nahezu in den Menschenmassen umher. Doch er konnte nicht ausfindig machen, woher der Schrei kam, denn plötzlich schreiten auch schon direkt vor seinen Augen die großen Kaiilas die Gasse entlang. Lediglich die bewaffnete Hand des Soldaten trennte ihn von dem ungeheuren Tier. Der Regent persönlich kehrte nach Hause zurück, ließ die Truppen hinter ihm folgen.. Doch die Augen von Kunibert erspähten etwas viel Interessanteres - das Mädchen des Regenten, welches direkt hinter ihm auf dem Kaiila saß. Sie war von gleißender Schönheit und erfasste sofort Kuniberts Blicke. Er war gefangen von ihrem Äußeren, wie in Trance stand er mitten in der tosenden Menge und starrte das Mädchen einfach nur an, dessen Blicke sich eine kurze Ihn trafen.

Eine ganze Ladung Boskfleisch hatte ihn dieser Anblick gekostet. Vom Erlös hätte er problemlos eine Mondphase leben können, eher mehr. Und jeden einzelnen Tarsk, der ihm an Verdienst ausgefallen war, war der Anblick wert. Sie hatte zierliche, schmale Knöchel und der Rest ihres Körpers passte sich dem an. Nichts für einen Bauern, der eher ein kräftiges Mädchen für die Arbeit kaufen würde. Eher für einen Krieger, einen Mann hoher Kaste, der Geld hat und, dessen Schwert und Mut ihm Macht geben. Das musste man sein. Wohl in einem Moment geistiger Umnachtung, des Träumens, trat er aus der Masse, stellte sich dem Tross in den Weg. "Ich beanspruche dieses Mädchen" rief er in kriegerhafter Geste aus. "Ich erhebe mein Schwert über sie". Sogleich griff er an seinen Gürtel und da holte ihn die Realität wieder ein. Dort war kein Schwert...

Dieser Beitrag wurde kommentiert und ist wohl besonders bei dem, der fortsetzen durfte, nicht auf Gegenliebe gestoßen...

Sein Griff ging ins Leere und noch schlimmer war die Tatsache, dass er vom Kämpfen nicht die geringste Ahnung hatte. Da stand er nun, ein Bauer vor einem Ubar. Das Gesicht von Kunibert wurde fahler und fahler und man konnte regelgerecht ihm ansehen, wie er die Tore der Stadt des Staubes durchschritt, als plötzlich die sanfte Stimme der Sklavin über dem Platz zu vernehmen war. Der Regent blickte fast schon verwirrt drein und stoppte seinen schon längst ausgeführten Schwertschlag. "Erste der Kette, was soll diese Unterbrechung?" Das Mädchen lächelte wie es nur eine ehemalige Jägerin tun konnte, ehe sie wisperte: " Muss das hier auf dem Marktplatz sein, mein Herr, seht euch um!" Er nickte und gab seinen Wachen den Befehl, ihn mitzunehmen.

Zwei der Wachen hielten an und stiegen von ihren Reittieren und schnell legte sich ein Seil um das Handgelenk des Bauern. er konnte sich noch immer nicht rühren, denn die Stimme hatte ihn so beflügelt, dass es ihm die sinne kurz raubte, auch wenn noch immer die Angst in ihm lebt, weiß wie eine Wand folgte er dann schnellen Schrittes den Reittieren, als die wachen wieder darauf saßen und das andere Ende des Seils in der Hand hatte. der Ubar warf seiner First noch einen Blick zu, dass ihr das Blut in den Adern gefror.

Der Bauer Kunibert versuchte noch einmal einen Blick auf die Schönheit zu werfen. Was bei allen Göttern dieses verdammten Planeten auch immer ihn zu dieser Tat geritten hatte, eine Liebe zwischen ihm und der Tochter des Regenten wäre von vornherein verdammt gewesen. Schon wurde er mitgezogen, in das bescheidene Haupt - eine riesige Regentaschaft. Im eigenen Heim besaß der Regent einen Keller mit Käfigen, wo der Bauer eingepfercht wurde.

Was würde aus ihm werden? Das wohl Schlimmste am eingesperrt sein ist die Zeit zum Nachdenken. Nun bei klarem Verstand war er sich bewusst, dass er nicht alt werden sollte, sofern man ihm unterstellte, dass sein Akt wirklich der Tochter des Regenten galt. Es mochte nicht ganz so schlimm werden, sofern man annahm, er hätte die Kajira gewollt, die mit den zierlichen Füßen, die den Anschein machte, aus dem Wald zu stammen. Doch auch hier war nicht damit zu rechnen, dass dem Regenten seine Besitzbeanspruchung wirklich gefallen könnte. Wer würde jetzt das Sar-ta-na ernten, das wohl in wenigen Tagen erntereif geworden wäre? Sich um Haus und Hof kümmern? Mehrere Ahn waren vergangen über seine Gedankenspiele. Ihm waren sie wie Ihn vorgekommen. Aus seinem Gedankenspiel riss ihn das Klingen einer Schüssel, die gegen die Gitter stieß. Es war die zierliche Kajira, die ihm sein Abendbrot zu bringen hatte.

Er wusste den ersten Moment nicht, ob er noch in seinen Gedanken gefangen war, denn vor Augen hatte er das Mädchen die ganze Zeit, er schien sie gar mit auf seinen Feldern arbeiten zu sehen, doch dann war ihm klar, dass er noch immer keine Rätzelslösung hatte, was nun aus seinem Hof würde und dunkel blickte er das Mädchen an, er gab ihr und ihrer Schönheit die Schuld, dass er nun hinter Gittern sitzt. "Stell ab, Sklavin!", raunt es dunkel aus seinen Lippen durch das Kellergewölbe und man sah nur noch, wie sich Arroganz und Überheblichkeit in den Augen des Mädchen spiegelt, als sie die Schüssel durch die gitter schiebt.

Bevor sie die Schüsseln abstellte, grinste sie Kunibert keck an und leckte einmal genüsslich über sein Essen, schob die schüssel dann durch die Gitterstäbe und wartete ab

Kunibert rutschte doch vor, nicht weil er die Schüssel haben wollte, sondern weil er das Mädchen packen wollte. Doch seine Hand griff durch die Gitter ins Leere, denn das Mädchen war schneller. Vor lauter Wut rutscht er wieder zurück. Doch die Ahn vergingen und der Einsamkeit gesellte sich der Hunger hinzu. Der Brei in der Schüssel sah nicht gerade lecker aus, aber er zwang ihn sich trotzdem hinein. Plötzlich erwischte seine Zunge etwas metallenes, hartes, das er sich aus dem Mund fischte und genauer betrachtete.

Es handelte sich um einen Schlüssel. Kunibert sah sich um. Der Schatten des Mädchens, das keck am Türrahmen des Kellerraums lehnte und, dessen langer Schatten offenbar von einer Lampe, die durch die Tür schien, in den Raum geworfen wurde. Sie hatte ihn beobachtet. "Wir haben einen Deal", verkündete die Sklavin, die wohl aus dem Wald stammte, selbstsicher, als hätte sie ihr Leben lang noch nie knien müssen. "Ich helfe Dir hier raus und draußen befreist Du mich vom Collar."

Er dachte nicht lange nach und nickte nur knapp, nahm den Schlüssel und öffnete das Schloss, nur... wie sollte er jetzt den Deal mit der Sklavin einhalten? Sollte er ihn überhaupt einhalten?

Er stürtze nach oben, denn er musste Zeit schinden, ehe sein Fehlen von einem Wachmann bemerkt wurde. Noch während der Regent höchst persönlich für das schwere Vergehen eines seiner Bürger eine hohe Strafe ansetze, schlich sich der Bauer eilig auf flinken Füßen durch die langen Gänge und Flure, in die Freiheit. Das Mädchen im Schlepptau, welches den Weg in die Freiheit kannte. Sie krochen durch eine Luke und schon spürten sie wieder den frischen Wind im Haar, die Menschenmenge vor sich, mischten sich unter, immer das Tor der Stadtmauer im Blick, was das sichere Ziel war.

Kunibert schritt zielsicher auf das Tor zu. Als Krimineller oder als Flüchtling hatte er nur wenig Erfahrung. Eine Hand auf der Schulter stoppte ihn mit bestimmendem Griff, obwohl sie sich zart wie Samt anfühlte. "Bist Du verrückt?" fragte die Kajira. "Die Wachen werden von Deiner Festnahme wissen. So kommst Du hier nicht raus!". "Ja und wie dann?", fragte der Bauer. Die Kajira deutete auf einen mit Heu beladenen Thalarionwagen, der an einer Hausecke abgestellt war. Alsbald kletterten beide in das geladene Heu, um sich auf diesem Wege hinaus schmuggeln zu lassen.

Sie kauerten unter dem Heu. Kunibert musterte die Sklavin genauer, sein Blick fiel auf ihre vollen Lippen und die festen Brüste.

Jaja, was will man von einem Mann, der Autor des letzten Absatzes war männlich, erwarten? Die Frage stellte auch das Publikum.

Und da rappelte der Wagen auch schon los und er musste seine Gedanken vergessen für den Moment. Es war eine holprige Fahrt und allein das hin und her Schütteln drängte die beiden immer wieder zusammen. Er quittierte dies mit einem süffisanten Grinsen, während sie immer wieder versuchte, etwas Abstand zu gewinnen. Das Spielchen ging noch eine Weile so. Die Stimmen der Stadt erstarben und sie schienen sich nun vor den Mauern zu befinden. Ein halbe Ahn später stoppte der Wagen.

Kunibert und die Sklavin nutzten diesen Moment und sprangen aus dem Wagen, die Jägerin landet geschickt auf den nackten Füßen und Kunibert purzelte irgendwie heraus. Als er sich aufrappelte und Strohhalme von der robusten Kleidung klopfte, schaute er sich um.

Während Kunibert sich noch aufrappelte, stand das Mädchen bereits. "Meinen Teil der Abmachung habe ich damit vollbracht", stellte sie fest und ihr Tonfall Kunibert gegenüber war sehr fordernd. Was sollte er nun tun? Er war kein Schmied. Wie sollte er sie aus dem Collar bekommen und wollte er das überhaupt?

Er seufzte, aber sein Blick schien zu erahnen, dass er seinen Teil der Abmachung einhalten wollte, er packte sie am Arm und zog sie mit sich.

Derweil staunte der Fahrer des Wagens nicht schlecht, was sich dort alles aus dem Stroh wälzte. Aber spätestens der Anblick der Sklavin ließ ihn einfach mit erhobenem Arm und weit geöffneten Mund, sabbernd verstummen. Der Bauer bemerkte dies noch als er sich umdrechte und winkte ihm scheinbar dankend zu.
Die beiden landeten ferner von der Stadt, irgendwo am Waldesrand. "Und jetzt kommst du mit!", sagt die Jägerin und obgleich sie keine Waffen hatte, war sie im Vergleich zum Bauern doch recht stark und gewandt. "Wir müssen das Ding irgendwie los werden!"

An dieser Stelle gab es einen kleinen Disput darüber, wer nun mit erzählen dran ist. Die beiden folgenden Absätze kamen nahezu zeitgleich von zwei unterschiedlichen Teilnehmern:

Er schaute die Sklavin kurz verständnislos an, aber ihr entschlossenes Auftreten überrumpelte ihn irgendwie und so tapste er hinter ihr her.

Der Bauer sah das Mädchen etwas unbeholfen an und versuchte ihr die Situation zu erklären: "Es ist nicht, dass ich nicht wollte", beteuerte er. "Aber ich habe kein Werkzeug, ich bin kein Schmied. Wie soll ich das machen?". Das Mädchen fing an zu schluchzen. "Ich kann so nicht zurück zu meinen Schwestern. So würde ich nie mehr ernst genommen. Da wäre ich besser im Palast geblieben!" Sie wurde hysterisch: "So tu doch was!"

Die Auseinandersetzung über die Reihenfolge verlief jedoch friedlich, waffenlos und Verletzte haben sich bisher nicht gemeldet.

Der Bauer sah sich weiter hilflos um. "Bei den Pristerkönigen! Ist doch sicher nicht das erste Mal, dass eine wie du einen Kragen trägt? was macht ihr denn dann?". Er bekam langsam Mitleid, eine weinende Frau rührt jedes Herz, auch wenn sich der Goraner davor verschließt. "Gehen wir ein paar große Steine suchen, das Schloss könnte ich vielleicht zerschlagen". Und so stapften sie in den Wald hinein, tiefer und tiefer. Zum dichten Buschwerk kam hinzu, dass es inzwischen dämmerte. Nicht nur einmal stolperte er zur Belustigung und Aufmunterung der Jägerin.

Irgendwie kam sie nicht umher, dem ungelenken Bauern aufzuhelfen, als er mal wieder da lag. Seine redliche Bemühung und seine Ehrlichkeit gefielen ihr. Er hätte ihr nicht in den Wald folgen müssen. Gut, sie hätte ihm nachlaufen können, wenn er was Anderes versucht hätte, aber wäre den beiden dabei auch nur jemand begegnet, wäre es definitiv sie gewesen, die schlechte Karten gehabt hätte. Sie sah zum Himmel auf, als sie ihn wieder auf den Beinen hatte. "Hast Du schon mal im Wald übernachtet? Das steht uns wohl bevor. Hier kannst Du heute was lernen. Hol Holz!", wies sie ihn an. Ihre Stimme war dabei zwar kommandierend, aber nicht so, wie man einen Sklaven kommandieren würde; eher, wie man einen Schüler anweist, den man anlernen will.

Diese Stelle wurde als gutes Ende befunden. An der Stelle wird zur nächsten Veranstaltung fortgesetzt. Wer teilnehmen will, ist also gut beraten, kurz nachgelesen zu haben, was bisher geschah. Wie gesagt, ist grundsätzlich jeder Interessierte zum Mitmachen willkommen. Der Fortsetzungstermin, auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, wird rechtzeitig hier und an weiteren geeigneten Stellen verkündet.

Sonntag, 13. April 2014

Blog vs. Meinungsfreiheit

Liebe Freunde,

was bedeutet eigentlich Meinungsfreiheit?

Vermutlich werde ich viel Zustimmung ernten, wenn ich hier hin schreibe, dass Meinungsfreiheit eine der höchsten Errungenschaften westlicher Zivilisation ist. Andererseits, frei nach Joseph Joubert: Wenn die Wahrheit der Himmel ist, sind Meinungen die Wolken.

Meinungsfreiheit meint, dass jedem eine Meinung zusteht. In keinem Beipackzettel zur Meinungsfreiheit steht, dass man diese zwingend kundtun muss.
Meinungsfreiheit unterstellt Intelligenz - nicht nur die, eine Meinung zu haben, sondern auch die, zu wissen, wie man eine Meinung anwendet.
Meinungsfreiheit legitimiert nicht das Propagieren von Halb- oder sogar Unwahrheiten.
Meinungsfreiheit befreit nicht von der Pflicht zu dem Anstand, den es braucht, Acht zu geben, seine Mitmenschen nicht zu verletzen oder deren Arbeit unsachgemäß zu beschmutzen.

Die Freiheit, auch die der Meinung, endet dort, wo sie das Recht eines Anderen beeinträchtigt.

Ich will das niemandem unterstellen, aber von den Möglichkeiten her kann jeder einen Blog eröffnen und darin wirken, ohne an diese Dinge auch nur einen Gedanken verschwendet zu haben.

Mein SL- oder Gor-Dasein über die letzten Jahre wurde begleitet von regelmäßigem Streit über Bloginhalte. Freundschaften, gar ganze Gruppen sind an sowas bereits zugrunde gegangen. Offenkundig ist es die Anonymität des Internets, die ich mir ansich lobe, die manchem Autor ein übersteigertes Bild seiner eigenen Meinungsfreiheit einpflanzt: Diejenigen, die von streitbaren Posts betroffen sind, kennt man nicht, weshalb sich das Mitgefühl in Grenzen hält und diejenigen kennen einen nicht und die Gefahr, dass man wirklich einmal für einen verfehlten Post zur Rechenschaft gezogen wird, ist eher gering. Man vertraut blind darauf, dass nur wegen eines "dummen Blogs" und für "eine Spielgruppe wie SL Gor" niemand die Mühen auf sich nimmt, jemanden für die von ihm verbreiteten Inhalte wirklich mal zur Rechenschaft zu ziehen.
Es wird verharmlost, abgetan mit Sprüchen wie "wem's nicht passt, der muss es nicht lesen" oder "wenn's wirklich Unsinn oder Verunglimpfung ist, dann wird es eh keiner glauben, was da steht". Zum Teil stimmt das sogar. Ich zum Beispiel lese aus eigenem Antrieb keine Blogs. Ich lese nur dann, wenn ich darauf aufmerksam gemacht werde und meistens muss ich mich dann aufregen.

Aber wo liegt hier die Verantwortung? Liegt sie beim Leser, nur Dinge zu glauben, die wahr sind oder eben diese Selektion vorzunehmen, wo es nur ums Schaden und Verletzen geht und wo der Inhalt auch nach menschlichen Kreterien korrekt ist? Kann der Leser das überhaupt oder kennt er unter Umständen die Wahrheit nicht noch viel weniger, als der möglicherweise auch schon fehlgeleitete Autor? Oder liegt die Verantwortung nicht vielmehr beim Autor, ist sie nicht ein sogar elementarer Teil der hoch gelobten Meinungsfreiheit?

Mancher Blogautor lässt gerne all dies außer Acht und verbirgt sich hinter der radikalsten Auslegung von Meinungsfreiheit unter Ausschluss jeder Verantwortung und jedes Mitgefühls oder Interesses Anderer. Dabei ist es gerade in Blogs mit der Meinungsfreiheit doch nicht weit her. Blogs sehen Kommentierungen vor. Diese allerdings können durch den Blogautor jedoch zensiert werden. Gesetzt dem Fall, es wurde wirklich etwas Unschönes oder gar Verunglimpfendes in einem Blog geäußert, so kann der Autor demjenigen, der versucht, eine andere Sicht der Dinge, eine andere Meinung anzuheften, den Mund verbieten. Ist das Meinungsfreiheit? Allerhöchstens ist das einseitige Meinungsfreiheit.

Liebe Freunde, ich selbst habe davon auf gut Deutsch die Schnauze voll. Ich werde nicht aktiv danach suchen, aber sollte ich zukünftig diffamierende, beleidigende oder auch nur bewusst oder unter billigender Inkaufnahme jemandem schadende Blogposts über SL-Gor stolpern, werde ich mir nicht mehr die Mühe machen, diese zu kommentieren, nur um weg zensiert zu werden. Autoren solcher Blogeinträge werde ich zukünftig auf meine Ignorierliste inworld aufnehmen. Nachdem Reden nichts bringt, finde ich, dass es an der Zeit ist, hier mal spürbare Folgen zu installieren. Jeder, der mir zustimmt, ist eingeladen, gleichsam zu verfahren.

SL, wie auch SL-Gor sind als Gemeinschaft gedacht. Wer diese Gemeinschaft nur zum Zweck der Selbstdarstellung stört, gehört aus der Gemeinschaft ausgegliedert.

Donnerstag, 23. August 2012

Wer in die Tahari will, der muss durch Kasra.


Zitat aus einer alten Notecard:
Wer in die Tahari will, der muss durch Kasra. Naja, wer in die Tahari will, in Hochburg und Tarnwald Feinde hat, das Voltai wegen seiner Höhenangst nicht bereisen kann und sich nicht gegen die Talunas des Urwalds am Kamba und Nyoka zu wehren weiß, der ist am besten mit dem Weg per Schiff den Thasa-Cratius und Fayheen hinauf beraten. Hier führt wirklich kein Weg hin, nach Kasra.

Richtig, kein Weg, denn Kasra liegt auf einer Halbinsel an der Gabelung des Fayheens in unteren und oberen Fayheen. Wer keinen mörderischen Umweg in Kauf nehmen will, kommt genau genommen nur per Schiff nach Kasra. Deshalb unterhält die Handelsstadt eigens ein kleines Fährunternehmen, das den vermessenen Besucher mehr oder weniger sicher über den Fluss schippert. Oftmals steigt einer vor Erreichen des Ufers aus. Böse Zungen behaupten, das läge an der Fahne des Kapitäns, aber lassen wir das und kommen zu den Fakten:

Kasra selbst sieht sich als Handelsstadt. Der gewogene Reisende auf seinem Umweg in die Tahari ist eingeladen, Erz und Erzerzeugnisse Kasras zu konsumieren. Auch eine Probe des roten Salzes wäre es wert, wenn man schon mal da ist und reist man im Schaltjahr an, kann man eine der regelmäßigen Salzlieferungen aus der Oase der vier Palmen Einzug halten sehen in die Fayheenmetropole....

Aber nicht nur Handel hat Kasra zu bieten. Auch ist es eine Kulturhochburg. Kasras Kajirae-Theater, das mit den Salzkarawanen ähnlicher Regelmäßigkeit auftritt, zieht Besucher von ganz Gor an, Kasra veranstaltet regelmäßige Badetage, Märkte und Messen und wer aufgrund besagter Höhenangst auch das Sardar nicht bereisten kann, kann nirgendwo sonst so stilecht En'Kara feiern, wie in Kasra.

Auch in Sachen Bewirtung hat Kasra einiges zu bieten: Der Feuerkrug, die Herberge der Stadt serviert neben gorüblichen Speisen und Getränken auch lokale Spezialitäten, wie Piscis Paga, und der Fischsuppe eilt ihr Ruf weithin voraus. Man sagt, sie sei die einzige Suppe, aus der mehr Augen hinaus, wie hinein gucken.

Apropos Fischsuppe, die Heilerkaste in Kasra ist hervorragend aufgestellt. Wer vom Reisefieber keine Bauchschmerzen bekommt, sollte die Chance nutzen, sich einmal gründlich durchchecken zu lassen.

Wer sich von all dem immer noch nicht abgeschreckt und zum Weiterreisen in die Tahari animiert fühlt und wer sich dann von einer schonungslosen Befragung durch den Rat der Stadt nicht verscheuchen lässt, dem drohen Bürgerschaft, Heimsteinschwur und Karriere.

Kasra bietet Aufstiegschancen, wie kaum ein anderer Ort. In einer der wenigen funktionierenden Demokratien der Gegenerde kann jeder Bürger um den Posten des Regenten buhlen. Auch in der Wache ist ein schneller Aufstieg möglich, denn sie hat mehr Posten als Krieger.

Geld und Ruhm liegen auf der Strasse in Kasra, aber wenn Du, verehrter Reisender, wirklich lieber weiter in die Tahari willst, dann bieten wir Dir ein Zimmer für die Nacht an, bedanken uns für Deinen Besuch und wünschen sichere Wege.
Vor langer Zeit habe ich diesen Text geschrieben. Ich erinnere mich nicht mehr, ob das eine Auftragsarbeit für Nasty war oder ob ich es aus eigenem Antrieb tat. Er war jedenfalls zu Werbezwecken gedacht. Gestern stolperte ich zufällig darüber beim Durchstöbern alter Notecards und Erinnerungen kamen hoch.

Nein, so ist Kasra heute nicht mehr. Das Kajirae-Theater ist Geschichte, wie die 'Sa me Piscis', der nicht ganz ernstgemeinte Versuch, einen Talunastamm aufzubauen, an dem ich sehr viel Spaß hatte und auch Brad und Nasty als freundliches Wirtspaar gibt es nicht mehr. Zwei Mitspieler sind im RL verstorben, seitdem, und haben klaffende Lücken hinterlassen.

Kasra hat die Unschuld verloren, Kasra pubertiert gearde. Eine fünfjährige Sim steckt in den Flegeljahren, was man intern oft deutlich merkt, und ist auf dem Weg, erwachsen zu werden. Die Stimme wird tiefer, die Körperbehaarung nimmt zu, die Brüste wachsen und die Launen schwanken.... Hier stellt sich die Frage: Ist Kasra männlich oder weiblich? Letztlich egal - worauf ich hinaus will: Der Prozess des Erwachsenwerdens bringt einige Unzulänglichkeiten mit sich und auch Veränderungen, aber trotz allem bleibt man als Erwachsener, wer man als Jugendlicher war.

Kasra, pass auf! Achte auf Deinen guten Ruf der Vergangenheit! Achte auf Dramafreiheit, auf Deinen Humor und die Selbstironie, die Du manchmal an Dir hattest, auf Deine Buchtreue und auf den hohen Wohlfühl- und Unterhaltungsfaktor, den man von Dir kennt. Wenn Du Dir diese Eigenschaften erhältst, kann Erwachsenwerden für Dich nur Fortschritt sein!

Mittwoch, 8. August 2012

Erklären was nicht zu erklären ist

So traurig auch die Vorgeschichte ist, hier kommt etwas, das man dem Publikum kaum vorenthalten kann.

Die IC-Nachricht, auf die ich mich beziehe, folgte aus einem Streit, der unsere Regentn Lady Nasty und die Diplomatin Lady Isabelle veranlassten, sich jeweils für sich OOC abzuwenden und Kasra verlassen zu wollen.
Auslöser hierfür war ein Streit um die Kompetenzen des neu eingeführten Geheimdienstes und der Stadtwache. Leider schaukelte der sich extrem hoch. Im weiteren Verlauf fielen Worte und auch Blogposts, die man nicht gutheißen muss. Aber damit verschone ich euch.

Wie nicht selten nach Streits folgte die Versöhnung. Nun war es an mir, auf Bitten Nastys, eine IC taugliche Geschichte für die Wiederkehr der beiden zu finden:

Vermutlich war es noch eine Spätfolge der Vergiftung, die Lady Nasty zu dem Trugschluss brachte, dass sie ins Sadar reisen müsse, um nicht in Ungnade zu fallen. Die letzte Reise ist jedoch noch gar nicht so lange her. Geistesgegenwärtig schickten die Heiler Kasras die Krieger aus, die Verirrte zu fangen.
Der Trupp wurde ihr nahe des Handelspostens habhaft und führte sie der kasranischen Klinik zu.
Die Diagnose lautete: Partielle Sadar-Amnesie. Die Heiler sind jedoch zuversichtlich, dass ein paar leichte Schläge auf den Hinterkopf zur sofortigen Genesung der Regentin ausgereicht haben. Sie befindet sich somit nun wieder in Kasra und im Amt.
Zwangsläufig auch eingefangen wurde Lady Isabelle. Man konnte sie von der Regentin auf Abwegen nicht trennen, denn Nasty hielt sie für die Kaiilia, die sie in die heligen Berge tragen sollte. Da Nasty von ihr nicht abließ, musste auch sie zwangsläufig nach Kasra zurück geführt werden.

So viel zur Information.

Gez. Teibar
Stadtkommandant

P.S. Schmunzelt nicht verboten!

Ach, und noch ein P.S.:
Endlich habe ich mal die Plattform es kundzutun: Wenn ich Regentn schreibe, IC oder OOC, dann liegt das nicht daran, dass ich zu doof zum Tippen bin. Nein, es kommt von der Frage, die sich stellte, als Nasty erstmals gewählt wurde: Wie spricht man sie an, die erste weibliche Regentin? Lady Regent wurde genannt und Tatrix wurde diskutiert. Ich fragte sie, ob Lady Regentin recht sei und sie antwortete wohl etwas in Hektik: "Ja, aber ohne I". - Kann sie haben *grins*

Mittwoch, 2. Mai 2012

From Kasra with Love (reloaded)

Als ich im Post "From Kasra with love" in einem Kommentar von den folgenden Dingen schrieb, meinte ich das als Scherz. Das hielt einen unserer Spieler jedoch nicht davon ab, es wahr zu machen. Aber, seht selbst:

Der Laden befindet sich abseits vom Marktplatz in dem neu erbauten, roten Haus.

Hier gibt's die famose Kasra-Spazierstock-Plakette für modebewusste Pilger und...

... Kasra-Tassen und Ansichtskarten, damit ihr Eure Freunde in zwanzig Jahren mit Erzählungen von euren Reisen beglücken könnt.

Super, was?

Lasst Euch nicht vom Preis abschrecken... Laut dem Macher kann man die Dinger gratis mitnehmen. Der Preis ist nur Show. *grins*

Montag, 9. Januar 2012

Das neue Leben

Das war wohl nichts. Meine ersten Kunden springen bereits ab, aus dem Neubau am Marktplatz wird wohl nichts.
"Es ist zu ruhig in Kasra für dieses Gewerbe" sagte man mir.
Nun, ich dachte der Sklavenhandel würde wie der Waffenhandel zeitlos und immer gefragt sein. Besonders natürlich in Kasra ..

Aber es stimmt, die Laufkundschaft ist uns ein wenig weggebrochen.
Liegt vielleicht daran, dass der Emir persönlich Reisende vor dem Besuch in Kasra warnt?
"Die Chance in Kasra entweder im Kerker oder im Halsreif zu landen sei überdurchschnittlich hoch". Eigentlich ein schönes Kompliment, doch könnten schlichte Gemüter tatsächlich von solcher Art Propaganda beeinflusst werden.

Zu unserem Glück verlässt aber nicht jeder Reisende die Bibliothek in Richtung Rollenspiel der Oase, so dass sich in den letzten Tagen dann doch ein paar unbedarfte Spieler in Kasra einfanden und ich in beiden Rollen wieder größten Spaß hatte.
Einer der Reisenden lebt bereits in der Zitadelle in einem hübschen Zimmer und studiert - von unseren Sklavinnen umsorgt - derzeit die Verfassung von Kasra.
Ich erwähne das mit dem Zimmer hier ausdrücklich, weil sich auch der Kerker in der Zitadelle befindet.

Da Rollenspiel für mich auf Dauer im hohen Maße von neuen Gesichtern und Ideen abhängt, stürze ich mich meist auf alle, die sich - wenn auch in diesem Fall unter dem Schutze des 'Beobachters' - nach Kasra verirren.
Und was soll ich sagen? Es scheint sie ja doch noch zu geben, die Gor-Neulinge.
Also die Neulinge, die sich den ersten Tag durch die NCs fressen, die Regeln von Städten lesen und als Beobachter Sims erkunden. Inzwischen stöbert unser Gast bereits im zweiten Buch. Es ist eine Freude zu sehen, wie er sich das Rollenspiel erobert.

Dabei wäre er fast noch Opfer unserer Einwanderungspolitik geworden.

Bei der Gelegenheit: Meine größte Sorge Ende letzten Jahres war auch, dass Kasra auf Dauer mit dem Stamm an Spielern nicht zu finanzieren sei und man sich irgendwann wieder auf einer beengten Estate wiederfindet oder Kompromisse in der Belegung der Sim machen muss. Aber auch in dieser Besetzung trägt sich Kasra nun im achten Monat und ich danke hier allen, die es ermöglichen und ich bedanke mich insbesonders für einen ganz lieben Zuspruch.

Es ist übrigens wahr, dass Kasra einen eigentümlichen Stamm an Bürgern hat.
Praktisch niemand belegt eigene Prims in Kasra oder richtet sich groß ein.
Die sind wohl alle wegen dem Rollenspiel hier ..