Samstag, 8. Dezember 2012

Eingelagert

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Freitag, 7. Dezember 2012

Ankunft

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Mittwoch, 5. Dezember 2012

Was bisher geschah ..


Unter diesem Link sind alle bislang veröffentlichten Seiten in korrekter Reihenfolge zu lesen.
Kommentare, Kritik und Anregungen sind willkommen - Grüße aus Kasra :-))

Dienstag, 4. Dezember 2012

Freitag, 30. November 2012

Donnerstag, 29. November 2012

Dienstag, 27. November 2012

Montag, 26. November 2012

Sonntag, 25. November 2012

Es war einmal in Kasra ...


Unsere ähm .. kleinen Haussanierungen sind nun bald abgeschlossen.
Ein gute Gelegenheit sich in Erinnerung zu bringen und hier und da etwas zu schrauben.

Als kleines Appetithäppchen gibt es die nächsten Tage ein Fortsetzungscomic über das Leben in Kasra. Bedingt interaktiv, ihr müsst nur schneller sein als wir ;-)) .. und es lässt sich besser lesen, wenn man die Seite anklickt.

LG Kasra :-))



Dienstag, 13. November 2012

Eine Veränderung kommt selten allein

Es war ohnehin ein seltsamer Tag, aber das Gespräch mit der Heilerin hatte ihn abgerundet. Eigentlich waren schon die ganzen letzten Tage von eigenartiger Natur. Die Straßen waren teils wie ausgestorben, nur Steine, Trümmer und Baugeräte waren zu finden. Die allgemeine Stimmung in der Stadt war wegen des Umbaus schlecht. Die Baufortschritte schienen den Bürgern nicht groß genug zu sein. Dann noch diese Schmierereien an den Häuserwänden, die augenscheinlich diesen Umstand 'untermalen' sollten. Ich gestehe, dass der Umbau auch an meinen Nerven zerrte, aber ebenso das Gezeter unserer Bürgerschaft. Doch all das rückte in den Hintergrund, nachdem die Heilerin mir eine Mitteilung gemacht hatte.

Ich hatte eine Anzeige erwartet oder sonst ein weibisches Gezeter, als sie mich um ein kurzes Gespräch bat. Sie saß vor dem Feuerkrug, der zu diesem Zeitpunkt noch stand, und ich hatte diesen gerade verlassen. Ich folgte ihr um die nächste Ecke, so dass wir ungestört reden konnten. Die Heilerin erklärte mir, dass meine Gefährtin ein Kind erwartet und alles Mögliche drum herum, was zum einen Ohr hinein und zum anderen wieder hinaus ging. So beiläufig wie meine Erzählung klingt, so beiläufig kam mir dieses Gespräch vor. Hier, hinterm Feuerkrug, auf offener Straße. Wow, das hatte ich mir immer anders vorgestellt. Viel eher hätte ich erwartet, dass mich eines Tages meine Gefährtin freudestrahlend mit dieser Nachricht empfängt oder dass wir schön aufgereiht am Schreibtisch der Heilerin sitzen und sie uns die Umstände verkündet. Nur war die Heilerei dem Umbau zum Opfer gefallen und so hat sie sich wohl dazu entschieden, mir dies eben dort mitzuteilen, um den Ärger über die vorübergehend verlorene Heilerei zu unterstreichen.

Da stand ich nun und wartete ungeduldig die letzten Worte ab, die ich sowieso fast gar nicht mehr wahrnahm. Meine Gedanken schwirrten nur so. Kaum dass sich die Heilerin von mir verabschiedet hatte, drehte ich auf dem Absatz um und kehrte zu meiner Gefährtin zurück, die noch immer am Eingang des Feuerkruges stand. Ja, sie stand dort und nein, keine Ahnung, warum es die Heilerin nicht ihr direkt oder uns beiden mitgeteilt hatte. Ich sagte nicht viel, sondern griff nach Nastys Handgelenk und zog sie mit mir. Erst als wir in unserer Notunterkunft, dem Zelt, ankamen und ich stoppte, bemerkte ich, wie schnell mein Schritttempo gewesen sein musste, denn wir standen beide schnaufend im Zelt und rangen nach Luft. Nachdem ich wieder zu Atem gekommen war, sagte ich ihr, dass mir die Heilerin das Ergebnis des Bluttestes mitgeteilt hätte. Nasty sah mich nur an aus ihren großen, braunen Augen und wartete stillschweigend ab. Es dauerte eine kleine Weile bis sie realisierte, was ich ihr zu sagen versuchte. Umso größer war die Freude, als die Nachricht endlich angekommen war.

Jetzt würde sich so einiges verändern. Veränderungen können aufregend sein, sie bedeuten oftmals einen Fortschritt, ein Vorankommen, aber sie können jemanden auch in Angst und Panik versetzen, was beispielsweise der Umbau Kasras sehr deutlich gezeigt hatte. Man neigt dann zu allerlei seltsamen Handlungen und Gefühlsausbrüchen. Auch mich beschlichen ein paar bange Gedanken, die aber schnell der Freude wichen und von anderen Gedanken verdrängt wurden. Nasty fing immer wieder davon an, dass sie nun wüsste, warum sie zugenommen hätte. Dies hatte sie in letzter Zeit öfter erwähnt, aber ich konnte keine großartigen Veränderungen an ihr feststellen. Allerdings würde dies nun nicht mehr lange so bleiben und spätestens dann, würden es auch alle anderen erfahren. Bei diesen Gedanken kam mir auch in den Sinn, dass uns jemand dort an der Häuserecke gehört haben könnte oder dass es die Heilerin nicht nur mir zwischen Tür und Angel erzählt hatte, sondern eben auch noch jemand anderem und sich nun so diese Neuigkeit wie ein Lauffeuer in den frisch gepflasterten Gassen Kasras ausbreitete. Schnell verwarf ich jedoch den Gedanken mit der plaudernden Heilerin. Und selbst wenn, es war kein Geheimnis oder würde zumindest keines bleiben...

Catellus

Freitag, 19. Oktober 2012

Beim Spielen müssen viele verlieren, damit wenige gewinnen können

Nun sind es mittlerweile fünf Hand*. So lange währt meine Gefährtenschaft mit der Regentin von Kasra bereits. Warum ich gerade auf diesen Zeitraum zurückblicke? Ganz einfach: an unserer Gefährtenschaftsfeier wurden Prognosen erstellt und sogar Wetten abgeschlossen, dass diese Gefährtenschaft nicht länger als fünf Hand halten würde, was mit dem heutigen Tag widerlegt wäre.

Ich gebe zu, dass es nicht einfach ist, an der Seite einer so einflussreichen Frau zu stehen, überhaupt an der Seite einer Frau. Ich war lange rastlos, alleine und nur auf mich selbst gestellt. Niemand, auf den man achten musste, für den man Sorge zu tragen hatte und so kommt es immer wieder mal vor, dass mich dieses Gefühl übermannt, ausbrechen und dieses unbeständige und von Freiheit geprägte Leben wieder aufnehmen zu müssen. Doch spätestens wenn ich in diese braunen, leicht mandelförmigen Augen blicke und ihre rosigen Lippen beobachte, wie sie Worte der Zuneigung formen, weiss ich, dass ich nirgendwo anders sein möchte als bei ihr - hier in Kasra.

Catellus


* Wochen (für den Nicht-Goreaner^^)

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Tagebucheintrag VI

*Das Tagebuch des Richters rutscht leicht auf dem kleinen Schreibtisch in der Kajüte der STOLZ VON KASRA hin und her. Während das Tagebuch dort dem Wellengang folgt, hängt ein bleicher Richter über der Reeling und lässt sich das Essen mal wieder durch den Kopf gehen. Sichtlich von der Reise mitgenommen, kehrt Kasras richtender Wirt in seine Kajüte zurück, um mit einem Paga den Mund zu spühlen. Da fällt sein Blick auf das Tagebuch und er schreibt kurz darauf nachfolgende Zeilen.*

Tach, Tagebuch!

Wenn eena eene Reise tut, dann kotzt er! Also, zumindest ick. Warum bin ick ooch bloß uff de Reise mitjegangen. Wo ick doch weeß, dat ick Seereisen hasse tue. Da schipperste den janzen Tach üba dit Wassa, und wat siehste? Nüscht aus Wassa, Wassa und nochmals Wassa. Aba wat tut man nisch allet, um die Fischsuppe zu vermarkten, wa?

Apropos Fischsuppe. Nachdem wa vorjestern ja nisch an Land jehen konnten, weil dit Kaff - so'ne Oase - die Rejentin nisch empfangen wollte, war ick ja jestern an Land. Dat tat juut, sage ick dir! *Er denkt einen Moment an das viele Fleisch, das er beim Landgang in Land förmlich in sich reinstopfte und gibt einen Seufzer von sich, ehe seine Feder weiter auf's Papier kritzelt.* Und der Kerl, der uns da willkommen jeheeßen hat, der war so'n richtiga Fischsuppenfan, gloob ick. Er meente, er würde sie sich für 'nen besonderen Anlass uffjeben tun. Ick gloobe, der Teiba hat ihm sogar noch Uffbewahrungstipps jegeben tun. Wie ooch imma: Ick werde noch mal nachhaken, ob die da wirklisch keene Fischsuppe für ihre Wachen jeliefert bekommen wollen. Dabei weeß doch jeder - Fischsuppe macht stark!

*Eine etwas stärkere Welle hebt das Schiff und auch des Richters Magen. Mit Müh' und Not kämpft erfolgreich dafür, dass sein Mageninhalt in ihm bleibt.*

Boah, ick hoffe, wir erreichen bald wieda Land! Dit hält ja keena Mensch aus, hier uff'm Schiff. Und ick kann ja ooch schlecht dem Eldjan dauernd vor die Füsse kotzen. Also, Tagebuch, machet juut und drücke mich die Daumen, dat dit mich bald wieda juut jeht!

Tschüssikowski, Tagebuch!

Freitag, 14. September 2012

Der Tag darauf ..

Sie wachte genauso auf, wie sie eingeschlafen war, nackt inmitten des riesigen Bettes.
Die Fensterläden des Zimmer waren nicht geschlossen, und der Sonnenstand ließ die Mittagszeit vermuten.
Einigermaßen an das Licht gewöhnt, schaute sie sich um. Ihr Gefährte war bereits aufgestanden? Er hat eine ordentliche Konditution, dachte sie, während sie sich aufsetzte und die Augen rieb. Kalt war es nicht, und das erste mal seit Märkten hatte sie durchgeschlafen, dennoch war sie missgestimmt.

Sie rollte sich grad weit genug zum Ende des Bettes, also fast an das Ende des Zimmers, angelte sich einen der Stiefel, die sie gestern zu Ehren des Anlasses getragen hatte und schleuderte ihn durch den geschlossenen Vorhang.
Irgendjemand quiekte auf und es war ein Scheppern zu hören. Nastys Laune besserte sich etwas. Sie lag nun auf dem Bauch und baumelte mit den Beinen .. lange wird es nicht dauern, und tatsächlich kam eine der Hofsklavinnen mit einer Schale des Schwarzen Weines. Nasty nahm sie so wortlos, wie die Kajira ihn ihr anreichte und auch eiligst wieder verschwand. Scheinbar um ein paar Scherben aufzufegen, wie die nachfolgenden Geräusche vermuten ließen.

Sie nippte an ihrem Getränk und die übliche Wirkung blieb aus. Klar, er tat ganz gut, aber ihre Laune wollte sich einfach nicht verbessern. Noch immer nackt und mit der Schale in der Hand tapste sie vorsichtig an den restlichen Scherben im Vorzimmer vorbei, griff sich die Berichte des Tage und trottete bis ins Badezimmer. Mit einem wohligen Gefühl stieg sie langsam in das heisse Wasser des Badezubers. "Wenigstens das funktioniert noch" murmelt sie leise vor sich hin. Sie stellte die Schale ab und legte den Kopf in den Nacken. Sollte sie nicht bester Stimmung sein? Sie schloss die Augen seufzend und überdachte ihre Lage und Laune.



Seit langer Zeit schon suchte sie einen Gefährten und während dieser Zeit keimte der Wunsch immer stärker in ihr auf, eine Familie zu gründen, für Nachkommen zu sorgen.
Ein Kandidat nach dem anderen schied aus. Der eine hatte bereits eine Gefährtin, der nächste übertrieb es mit ihrem Schutz zu sehr, ein Weiterer dachte, dass Blumen bereits das Herz einer Frau erblühen ließen ..
Als sie glaubte, den Richtigen gefunden zu haben, verschwand dieser im falschen Moment und erinnerte sie an noch ältere Zeiten in ihrem Leben.

Ob sie wohl Sid als Gefährten gewählt hätte? Der Gedanke beschäftigte sie bereits seit einigen Tage. sie vermisste ihn noch immer unverändert.
Marcus, der neue Verwalter des Gutshofes kam ihr in den Sinn .. Ignatius und Teibar.
Irgendwie war sie ja bereits in festen Händen, nur die Nachkommen würden sich kaum einstellen.

Dann kam dieser junge Krieger nach Kasra, Catellus. Ein bulliger, gesunder Mann, verdammt gutaussehend und mit besten Manieren ausgestattet. Sie wusste, dass sie mit jeder Wahl eines Gefährten jemanden weh tun würde und plötzlich schien ihr ein fast völlig Fremder, die beste Wahl zu sein.
Braune, leicht mandelförmige Augen .. ein bohrender Finger und ein paar Worte zur Klärung der Nachkommenschaft - die beiden wurden sich schnell einig.
Sie drückte sich dann aus genannten Gründen lange davor, den Termin anzusetzen oder diese Wahl jemanden anderem mitzuteilen, als ihrer Vertrauten.

Gestern war dann der große Tag in ihrem Leben, aber je größer ein Ereignis sein sollte, desto unangenehmer wird ihr soetwas. Da Catellus keine Wünsche dazu hatte, lud sie zu den Bürgern Kasras, nur den Emir der Oase und die Oase selbst ein. Ein Rahmenprogramm konnte sie nicht bieten und sie rechnete auch nicht damit, dass es andere tun.

Catellus entpuppte sich in den Tagen vor der Gefährtenschaft immer mehr zu einer wirklich guten Wahl und sie begann sich bei ihm geborgen zu fühlen. Ein Gefühl des Vertrauens stellte sich ein, zudem er sich ihre Sorgen anhörte und zu allem eine Meinung vertrat.

Der Tag der Gefährtenschaft war dann sehr hektisch und sie erreichte den Gutshof erst wenige Ahn vor der Feier. Der Verwalter Marcus hatte sich um die Vorbereitungen dort gekümmert und erwies sich als perfekt Gastgeber auch für die Freunde aus der Oase. Von Tag zu Tag wächst er weiter über sich hinaus. Auch da hatte sie eine gute Wahl bewiesen, schmunzelte sie zufrieden.

Der weitere Abend ist nur noch bruchstückhaft in ihrer Erinnerung geblieben.
Große Gesellschaften, in denen sie nicht RUHE rufen und sich die Schläfen reiben kann, überforderten sie schon immer. Catellus wirkte mehr als unruhig und seine Blicke suchten desöfteren den nächsterreichbaren Paga.
Teibar kam dann im wirklich letzten Moment zum Gutshof und führte gewohnt eloquent und zeitsparend durch die Zeremonie. Eine Besonderheit gab es dann doch noch an diesem Abend, denn Nasty bat Teibar, den Bürger Catellus nun auf den Heimstein von Kasra schwören zu lassen.

Dies alles konnte sie nicht so recht genießen und bewegte sich wie in Trance durch den Abend. Ein Freudentag wie eine Hinrichtung, kam es ihr vor. Dass im Hintergrund über die spärliche Feier gelästert wurde, oder dass die rote Kaste noch während der Feier Nastys vermeindliche Ende als Regentin feierte, machte das alles nicht schöner oder leichter für sie.





Jede Entscheidung, die sie traf in ihrem Leben war notwendig, bestätigte sie sich immer wieder und ein Abend wie gestern beweist doch nur, dass es keine Rolle spielt, in welcher Rolle sie diese trifft. Als Baumeisterin, als Gefährtin, als Regentin .. privat oder im Amt, egal was sie tut, es hinterlässt bei anderen und ihr selbst immer tiefere Narben.

Sie schüttelte die Gedanken von sich ab, öffnete die Augen und tauchte wieder in das Hier und Jetzt ein. Der Schwarze Wein war nur noch lauwarm. Sie leerte die Schale ohne abzusetzen, er hatte diesmal eh keine Wirkung. Sie trocknete ihre Hände an den Tüchern und griff sich den Schriftverkehr.
Sie wusste, dass diese Nachricht früher oder später dabei sein würde .. der Inhalt wirkte so hilflos wie sie sich selbst fühlte. Sie weinte einfach .. das half meistens.

Nachdem sich ihre Gefühle beruhigt hatten, widmete sie sich den restlichen Schreiben.
Das Wachbuch half ihr binnen weniger Ihn zurück in die Realtät zu finden .. der Rest der Berichte war noch schlimmer.

Was soll ich nur tun, fragte sie sich. Was kann ich noch tun ..
Sie stieg aus dem Waschzuber .. lies sich abtrocknen, einkleiden und das Essen vorbereiten. Die nächsten Ahn würde sie nur Gefährtin an Catellus Seite sein.

Donnerstag, 13. September 2012

Der große Tag

Ich sitze am Wasser, unweit von hier ist der Gutshof. Morgen ist dort mein großer Tag, unser großer Tag, doch die oft beschworene und ständig nachgefragte Aufregung ist bei mir noch nicht angekommen. Es ist wie in einem Traum. Gestern wanderte ich noch unruhig umher und morgen schon, soll sich das alles komplett verändert haben. Seltsam ist, dass es mir keine Angst macht. Nicht einmal die Tatsache, dass sie das höchste Amt Kasras inne hat. Sie wirkt so zart, zerbrechlich und anschmiegsam, dass ich ständig vergesse, wer oder was sie ist. Nein, eigentlich ist dieses Denken falsch. Sie ist genau das, eine zarte, zerbrechliche Frau. Allerdings ist sie auch nicht zu unterschätzen, denn schließlich ist sie Regentin und lenkt die Geschicke einer ganzen Stadt.

Ich erinnere mich gut an den Abend, an dem sie mich sprechen wollte und an dem sie mir schließlich ihren 'Wunsch' offerierte. Wir standen auf der Mauer oberhalb des Stadtores. Ein herrlicher Ausblick. Sowohl von der Mauer über den ruhig vor sich hinfließenden Fayheen, als auch der Blick in ihre großen, braunen Augen, die, trotz ihrer dunklen Farbe, hell strahlten. War es ihr Blick oder war es ihr Amt, das mich daran hinderte, abzulehnen - oder gar die Mischung aus beidem? Ich weiss es nicht, wirklich nicht. Aber es treibt mir ein Schmunzeln aufs Gesicht, denn es hat den Anschein, als hätte sie mich um den Finger gewickelt. Um diesen kleinen, schlanken Finger, den sie mir an diesem Abend in die Brust bohrte.

Wie auch immer alles zustande kam, nun gibt es kein zurück mehr! Morgen werde ich sie zu meiner Gefährtin nehmen.

Catellus

Mittwoch, 12. September 2012

Tagebucheintrag V

*Der Richter und Wirt - von einigen auch Wirtsrichter oder Richterwirt genannt - kommt nach einem langen Abend in der Herberge, die er als Hobby betreibt, in sein Zimmer. Mehr oder weniger umständlich zieht er seine Hose aus und kratzt sich durch die Unterhose - im Feinripp-Look mit Blümchen - sein Gemächt. Und wie er sich so kratzt, schweift sein Blick durch den Raum und bleibt am Tagebuch haften. Er nickt zu sich, als wolle er sagen 'Ja, schon lange nichts mehr geschrieben', und geht zum Schreibpult, um das Tagebuch aufzuschlagen und folgende Zeilen auf das Pergament zu kritzeln:*

Tach, meen Tagebuch!

Joa, ick habe dir schon lange nisch mehr jeschrieben tun, aba hatte mehr zu tun, als in meiner bisherigen Zeít als Richta von die schöne Stadt Kasra. Naja, so is dit, wenn man een Hobby pflegen tut, wa?

Also, wat is so passiert? Na, da war zuerst der Streit mit dem Kriega Dorian, der doch imma nur uff Kredit saufen wollte. Aba dem hab ick 'nen Strich durch de Rechnung jemacht. Nun zahlt er imma schon brav in bar, wat er jesoffen und jegessen hat. Und da wa der Ex-Rejent - der Teiba. Der wollte nun mal gleich gar nisch zahlen tun. Fasselte wat von "Ehrensold für Ex-Regenten". Aba dem hab ick noch 'nen Riegel vorjeschoben tun. Der zahlt nun ooch imma allet brav und in Bar und bekommt vom mir dafür 'nen Wisch - also 'ne Rechnung. Die kann er dann bei der kleenen Regentin vorlegen tun und bekommt dit Jeld wieda - denke ick ma zumindest.

Apropos Regentin. Die kleene Regentin will so'n Jungspunt von Kriega zum Jefährten nehmen tun. Der heeßt Castellus und is neu in der Stadt. So'n Schönling, weeßte Tagebuch. Aba der kann mit mir ja nisch mithalten tun *Er grinst vor sich hin* Wie ooch imma: Ick soll die beeden zum Fest beliefern tun. Juut, dass die mir dit jetzt ooch schon sagen - zwee Tage vor dem Fest. Mal kieken, ob ick dit schaffe...

Joa, und dann muss ick demnächst zum Sklavenhändla, dem alten Geizkragen Aleks. Der hat 'ne neue Schlampe. Juni oda Juno oder Juna oda so. Ist ja ooch wurscht! Wie ooch imma, die hilft man janz juut in der Herberge aus und die Männa scheinen se ooch janz attraktiv zu finden. Ick hatte se zwar noch nisch in die Felle, aber dit werde ick vorm Koof noch machen, denke ick. *Er kratzt sich kurz am Sack und schreibt dann weiter.* Du weeßt ja, Tagebuck, man will nisch die Katze im Sack koofen tun. Hätte ick den Spruch früha jekannt, hätte ick ma damals ooch nisch uff dit Abenteua mit die Wilma eingelassen tun. Juut, ick hätte mir vielleicht denken können tun, dass die sehr runde Form von der Wilma nisch von die Tonnen von Schleia herrühren kann, aba dit weeß man ja ooch erst, wenn man den ersten Schleia lüftet und keen weitera Schleia kommt mehr zum Vorschein...

So, jetzt gehe ick ins Bett!
Nachti, Tagebuch!

Montag, 3. September 2012

Catellus...

...ein junger Krieger. Um genauer zu sein ein Söldner, der vor kurzem in Kasra aufschlug, nachdem er sich ein paar Münzen als Begleitschutz des Sklavenhauses Pinion verdient hatte, angeheuert von Luc, einem Krieger aus Kasra. Catellus nutzte die Reise nach Kasra für eine Auszeit, um seine Münzen, die er sich mal mehr, mal weniger hart verdient hatte, an den Mann zu bringen.

Die Tage verstrichen wie im Fluge. Der junge Krieger hatte viel Zeit in der Herberge zugebracht, wo er einige der Bewohner Kasras kennengelernt hatte und außerdem die ein oder andere süße Versuchung kosten durfte, wenngleich dies eine Seltenheit war, schließlich litt die Herberge an Sklavenmangel. Ebenso war ihm die Regentin über den Weg gelaufen, die eine gewisse Anziehung auf ihn ausübte und die ihm jedes Mal ein Schmunzeln auf die Lippen zauberte, wenn er an sie dachte. Er, der Söldner, hatte sie sogar auf einer Reise begleitet, ohne dafür auch nur eine einzige Münze zu nehmen. In Catellus wuchs allmählich der Wunsch heran, sein bislang eher rastloses Leben in ruhigere Bahnen zu lenken und endlich einer Gemeinschaft, einem Heimstein anzugehören.

Es war sehr früh, gerade hell geworden. Er stand vor einer Schüssel Wasser, stützte sich auf deren Rand und betrachtete darin sein leicht verzerrtes Spiegelbild. Catellus neigte den Kopf von links nach rechts und wieder zurück, strich dabei immer wieder über seinen Drei-Tage-Bart. Heute Abend sollte der Rat tagen, das hatte er auf der Reise mitbekommen. Und auch schon die Tage zuvor wurde davon gesprochen. Von Marcus, einem Angehörigen der blauen Kaste, der sich in Kasra wohl als neuer Gutsverwalter versuchte, erfuhr er, dass der Weg zu einer Bewohner- oder sogar Bürgerschaft, also der Möglichkeit sich niederzulassen, nur über den Rat führte.

Catellus verwischte sein Spiegelbild, als er seine große Hand, zu einer Schale geformt, ins Wasser tauchte, um sich eine ordentliche Portion des kühlen Nass ins Gesicht zu schaufeln. Jetzt war er wach! Er legte nun größte Sorgfalt in sein weiteres Tun, egal ob es beim Waschen oder beim Rasieren war, selbst bei der Wahl seiner Tunika. Man hätte meinen können, eine freie Frau stünde vor ihrem Kleiderschrank, damit überfordert die passende Wahl zu treffen. Als er sich die Tunika vom Vortag griff und sie vom Stuhl zerrte, über den er sie geworfen hatte, fiel ein kleiner Gegenstand leise klappernd zu Boden. Der junge Söldner beugte sich herab und hob den kleinen, flachen Gegenstand auf.

In seiner offenen Hand liegend, betrachtete er diesen. Immer wieder zuckten seine Mundwinkel nach oben, begleitet von einem Stirnrunzeln. Scheinbar amüsierte es ihn, machte ihn aber auch nachdenklich. Eine platinfarbene Karte von recht geringer Größe war es, die in seiner Handfläche lag. Sie wurde bei der Besichtigung eines neuen, etwas versteckten Badehauses einige Male erwähnt, denn ohne die, sollte zukünftig niemandem der Zutritt gewährt werden. Catellus schloß seine Hand immer wieder, nur um sie wenige Augenblicke später wieder zu öffnen. Es schien, als wollte er überprüfen, ob sie wirklich da war. War sie! So leicht sie auch war, er spürte sie doch deutlich in seiner Hand. Seine Aufmerksamkeit schließlich wieder der Tunika zugewandt, fiel seine Wahl auf jene, die er bei der Reise trug, immerhin sollte er auch was hermachen, wenn er vor den Rat trat. Catellus legte die kleine Karte kurz beiseite, bis er die Tunika übergestreift hatte, dann verstaute er sie sicher, dicht an seinem Körper. Nun bestückte er sich noch mit einem Teil seiner Rüstung und den Waffen, bereit die Herausforderung anzunehmen.

Mittwoch, 29. August 2012

Kasra, die Wellness-Oase

Man wird es kaum glauben, aber ich habe noch unbebauten Platz gefunden.




Schwitzen am Vulkan ..





Baden in der erfrischend kühlen Atmosphäre des kasranischen Badehauses ..







Oder einen Abend im neuen Wohlfühlbad erleben?

Kasra scheut keine Anstrengungen seinen Bürgern und Gästen den größtmöglichen Komfort zu bieten.

Buchen sie noch heute Entspannung pur !!
Lassen sie sich verwöhnen .. genießen sie die s a g e n h a f t e kasranische Gastfreundschaft .. und die irrwitzig niedrigen Kampfpreise unseres neuen Wirtes.

Kasra - immer eine Reise wert

Freitag, 24. August 2012

Tagebucheintrag IV

Tach, Tajebuch!

Joa, ick muss zugeben tun, dat ick dir lange nisch mehr jeschrieben habe. Aba dit lag einfach daran, dass ick dir nisch jefunden habe, Tajebuch! Woher sollte ick ooch wissen, dass de dir hinterm Schreibpult versteckt hattest, wa?

So, wat jibbet neuet von mich? Janz ne Menge! Und zwar bin ick jetze nisch nur Richta, sondern ooch ins Tavernenjeschäft einjestiegen tun. Ick habe nämlich den Feuakrug jepachtet. Die olle Rejentin wollte mir den ja leida nisch verkoofen tun. Aba immahin hat de Stadt nun mir als Pächta.

Joa und da habe ick mir als neua Wirt mal die Bücher anjekiekt. Leida musste ick feststellen, dass manche Leute nisch bezahlt haben, wat uff de Deckel stand - also de Kredite nisch bezahlt ham. Und da habe ick einfach mal durchjegriffen und habe jesacht, dat dit ab sofort keen Anschreiben mehr jeben tun tut. Da is der Dorian, wat eena von de Wachen is, uff de Palme jesprungen, wie der kleene Emir von de Oase, wenn der mal wat bezahlen muss. Wie ooch imma. Ick bin hart jeblieben und alle ham se brav bezahlt. Bis uff dem Dorian. Der wollte nüscht mehr zu saufen ham und hat de Wachen uffjestachelt jegen mir. Aba ick denke, dit legt sich irgendwann. Schließlich is der Feuakrug ja die einzige Taverne von Kasra, wa! *Er grinst beim Schreiben leicht*

So, nun muss ick mal wieder nach dem Schankraum kieken. Letzten Abend brummte dit Jeschäft. Die Bude war voll. Vielleicht kann ick ja bald Kajirae koofen tun. So Pagaschlampen. Dann muss ick ma nisch mehr die Beene plattlatschen tun...

Also, Tajebuch. Bis denne! Und Prost!

*Harold nimmt einen ordentlichen Schluck vom Paga und kritzelt dann noch etwas unter seinem Eintrag in sein Tagebuch.*

PS: Ick bin ma noch nisch sicha, aba ick gloob diesen Tee, den nehm ick noch von der Jetränkekarte. Säuft ja eh keen Kerl so'n Zeug!

Donnerstag, 23. August 2012

Wer in die Tahari will, der muss durch Kasra.


Zitat aus einer alten Notecard:
Wer in die Tahari will, der muss durch Kasra. Naja, wer in die Tahari will, in Hochburg und Tarnwald Feinde hat, das Voltai wegen seiner Höhenangst nicht bereisen kann und sich nicht gegen die Talunas des Urwalds am Kamba und Nyoka zu wehren weiß, der ist am besten mit dem Weg per Schiff den Thasa-Cratius und Fayheen hinauf beraten. Hier führt wirklich kein Weg hin, nach Kasra.

Richtig, kein Weg, denn Kasra liegt auf einer Halbinsel an der Gabelung des Fayheens in unteren und oberen Fayheen. Wer keinen mörderischen Umweg in Kauf nehmen will, kommt genau genommen nur per Schiff nach Kasra. Deshalb unterhält die Handelsstadt eigens ein kleines Fährunternehmen, das den vermessenen Besucher mehr oder weniger sicher über den Fluss schippert. Oftmals steigt einer vor Erreichen des Ufers aus. Böse Zungen behaupten, das läge an der Fahne des Kapitäns, aber lassen wir das und kommen zu den Fakten:

Kasra selbst sieht sich als Handelsstadt. Der gewogene Reisende auf seinem Umweg in die Tahari ist eingeladen, Erz und Erzerzeugnisse Kasras zu konsumieren. Auch eine Probe des roten Salzes wäre es wert, wenn man schon mal da ist und reist man im Schaltjahr an, kann man eine der regelmäßigen Salzlieferungen aus der Oase der vier Palmen Einzug halten sehen in die Fayheenmetropole....

Aber nicht nur Handel hat Kasra zu bieten. Auch ist es eine Kulturhochburg. Kasras Kajirae-Theater, das mit den Salzkarawanen ähnlicher Regelmäßigkeit auftritt, zieht Besucher von ganz Gor an, Kasra veranstaltet regelmäßige Badetage, Märkte und Messen und wer aufgrund besagter Höhenangst auch das Sardar nicht bereisten kann, kann nirgendwo sonst so stilecht En'Kara feiern, wie in Kasra.

Auch in Sachen Bewirtung hat Kasra einiges zu bieten: Der Feuerkrug, die Herberge der Stadt serviert neben gorüblichen Speisen und Getränken auch lokale Spezialitäten, wie Piscis Paga, und der Fischsuppe eilt ihr Ruf weithin voraus. Man sagt, sie sei die einzige Suppe, aus der mehr Augen hinaus, wie hinein gucken.

Apropos Fischsuppe, die Heilerkaste in Kasra ist hervorragend aufgestellt. Wer vom Reisefieber keine Bauchschmerzen bekommt, sollte die Chance nutzen, sich einmal gründlich durchchecken zu lassen.

Wer sich von all dem immer noch nicht abgeschreckt und zum Weiterreisen in die Tahari animiert fühlt und wer sich dann von einer schonungslosen Befragung durch den Rat der Stadt nicht verscheuchen lässt, dem drohen Bürgerschaft, Heimsteinschwur und Karriere.

Kasra bietet Aufstiegschancen, wie kaum ein anderer Ort. In einer der wenigen funktionierenden Demokratien der Gegenerde kann jeder Bürger um den Posten des Regenten buhlen. Auch in der Wache ist ein schneller Aufstieg möglich, denn sie hat mehr Posten als Krieger.

Geld und Ruhm liegen auf der Strasse in Kasra, aber wenn Du, verehrter Reisender, wirklich lieber weiter in die Tahari willst, dann bieten wir Dir ein Zimmer für die Nacht an, bedanken uns für Deinen Besuch und wünschen sichere Wege.
Vor langer Zeit habe ich diesen Text geschrieben. Ich erinnere mich nicht mehr, ob das eine Auftragsarbeit für Nasty war oder ob ich es aus eigenem Antrieb tat. Er war jedenfalls zu Werbezwecken gedacht. Gestern stolperte ich zufällig darüber beim Durchstöbern alter Notecards und Erinnerungen kamen hoch.

Nein, so ist Kasra heute nicht mehr. Das Kajirae-Theater ist Geschichte, wie die 'Sa me Piscis', der nicht ganz ernstgemeinte Versuch, einen Talunastamm aufzubauen, an dem ich sehr viel Spaß hatte und auch Brad und Nasty als freundliches Wirtspaar gibt es nicht mehr. Zwei Mitspieler sind im RL verstorben, seitdem, und haben klaffende Lücken hinterlassen.

Kasra hat die Unschuld verloren, Kasra pubertiert gearde. Eine fünfjährige Sim steckt in den Flegeljahren, was man intern oft deutlich merkt, und ist auf dem Weg, erwachsen zu werden. Die Stimme wird tiefer, die Körperbehaarung nimmt zu, die Brüste wachsen und die Launen schwanken.... Hier stellt sich die Frage: Ist Kasra männlich oder weiblich? Letztlich egal - worauf ich hinaus will: Der Prozess des Erwachsenwerdens bringt einige Unzulänglichkeiten mit sich und auch Veränderungen, aber trotz allem bleibt man als Erwachsener, wer man als Jugendlicher war.

Kasra, pass auf! Achte auf Deinen guten Ruf der Vergangenheit! Achte auf Dramafreiheit, auf Deinen Humor und die Selbstironie, die Du manchmal an Dir hattest, auf Deine Buchtreue und auf den hohen Wohlfühl- und Unterhaltungsfaktor, den man von Dir kennt. Wenn Du Dir diese Eigenschaften erhältst, kann Erwachsenwerden für Dich nur Fortschritt sein!

Samstag, 11. August 2012

Isabells Tagtraum

Isabell saß im Schatten des großen alten Baums auf dem Marktplatz Kasras. Sie hatte sich gemütlich auf der Bank zurückgelehnt und die Augen für einen Moment geschlossen, der Tee der neben ihr stand war schon kalt geworden.
Noch war der Tag jung und die Wärme angenehm. Vögel jagten kreischend Insekten und durschnitten dabei akrobatisch die Lüfte, die Blätter des großen alten Baums rauschten dabei leise im Wind.
Leise von weitem war eine Kajira zu hören die bei ihrer Arbeit mit lieblicher Stimme ein Lied sang. Stimmen, eine Unterhaltung die sich mit in die Gereuschekulisse mischte, ein Lachen.
Das alles mischte sich wieder mit dem rauschen der Blätter, den Vögeln, dem Gesang und dem Plätschern des Brunnens hinter ihr und wurde zu einem Fluss.
Sie konnte den Duft eines Mahls das zubereitet wurde riechen, den Geruch des Waldes und des Flusses draussen den der Wind mit herüber in die Stadt wehte.
Die Wärme hüllte sie wohlig ein. Die Geräusche wie ein Lied das vom Leben in dieser Stadt erzählte.

Donnerstag, 9. August 2012

Dieser Beitrag ist Thor gewidmet


.. der mich fragte, warum der Blog einschlief.

Hier nun also Nastys erster Fashion-Blog 'Was trägt die brave Regentin, wenn sie allein ist'




Unten: nichts, wie immer
Mittig: auch nichts, aber noch weniger als nichts
Darüber: etwas kleidsames
Oben: ein bisserl Schmuck, damit sie nicht vergisst, wer sie ist

Ansonsten trägt sie ihre herrschaftliche Würde, an welche kleine überhebliche Stickereien angebracht sind. Charmant ist auch ihr hauchdünnes Nervenkostüm, welches sie dann und wann darunter angezogen hat, und das garantiert für Aufregung sorgt, sollte es mal verrutschen.

Mittwoch, 8. August 2012

Erklären was nicht zu erklären ist

So traurig auch die Vorgeschichte ist, hier kommt etwas, das man dem Publikum kaum vorenthalten kann.

Die IC-Nachricht, auf die ich mich beziehe, folgte aus einem Streit, der unsere Regentn Lady Nasty und die Diplomatin Lady Isabelle veranlassten, sich jeweils für sich OOC abzuwenden und Kasra verlassen zu wollen.
Auslöser hierfür war ein Streit um die Kompetenzen des neu eingeführten Geheimdienstes und der Stadtwache. Leider schaukelte der sich extrem hoch. Im weiteren Verlauf fielen Worte und auch Blogposts, die man nicht gutheißen muss. Aber damit verschone ich euch.

Wie nicht selten nach Streits folgte die Versöhnung. Nun war es an mir, auf Bitten Nastys, eine IC taugliche Geschichte für die Wiederkehr der beiden zu finden:

Vermutlich war es noch eine Spätfolge der Vergiftung, die Lady Nasty zu dem Trugschluss brachte, dass sie ins Sadar reisen müsse, um nicht in Ungnade zu fallen. Die letzte Reise ist jedoch noch gar nicht so lange her. Geistesgegenwärtig schickten die Heiler Kasras die Krieger aus, die Verirrte zu fangen.
Der Trupp wurde ihr nahe des Handelspostens habhaft und führte sie der kasranischen Klinik zu.
Die Diagnose lautete: Partielle Sadar-Amnesie. Die Heiler sind jedoch zuversichtlich, dass ein paar leichte Schläge auf den Hinterkopf zur sofortigen Genesung der Regentin ausgereicht haben. Sie befindet sich somit nun wieder in Kasra und im Amt.
Zwangsläufig auch eingefangen wurde Lady Isabelle. Man konnte sie von der Regentin auf Abwegen nicht trennen, denn Nasty hielt sie für die Kaiilia, die sie in die heligen Berge tragen sollte. Da Nasty von ihr nicht abließ, musste auch sie zwangsläufig nach Kasra zurück geführt werden.

So viel zur Information.

Gez. Teibar
Stadtkommandant

P.S. Schmunzelt nicht verboten!

Ach, und noch ein P.S.:
Endlich habe ich mal die Plattform es kundzutun: Wenn ich Regentn schreibe, IC oder OOC, dann liegt das nicht daran, dass ich zu doof zum Tippen bin. Nein, es kommt von der Frage, die sich stellte, als Nasty erstmals gewählt wurde: Wie spricht man sie an, die erste weibliche Regentin? Lady Regent wurde genannt und Tatrix wurde diskutiert. Ich fragte sie, ob Lady Regentin recht sei und sie antwortete wohl etwas in Hektik: "Ja, aber ohne I". - Kann sie haben *grins*

Oder stell doch gleich nen Krieger ein!

Unsere Krieger verstehen sich auf viele Waffen.

Eine gute Rede, viel Fantasie und der ungebrochene Wille anders zu sein als andere, zeichnet sie weit mehr aus, als ihre Fähigkeiten anderen das Rollenspiel zu verkürzen.

El Stadtkommandante Teibar reiht sich ein in die Autoren, die das Leben in Kasra auf ihre ganz eigene Weise beleuchten.

Herzlich Willkommen Teibar :-))

Für Bräääääd ...

Wenigstens diesen einen Text will ich noch aus meinem kurzen Tagebuch retten, entstanden kurz vor dem Urlaub.

Irgendwann klappt das wieder, dass ich in der Nacht und nicht am Vormittag schlafe.

Als Fantasie und Anregung nehme ich deshalb heute 'You Can Sleep While I Drive' mit ins Bett. Passend zur Musik ist die Strasse hoffentlich schnurgeradeaus, mit gelben Mittelstreifen :-)) .. Es sollte dämmern und ruhige Musik im Radio laufen.

Es dämmert sogar mit aller Macht .. die Scheinwerfer des Gegenverkehrs blenden im Zwielicht und sie schließt ihre Augen. Im Radio läuft besagtes 'You Can Sleep While I Drive' .. und noch einiges mehr.

"Was muss, das muss", murmelt sie und stellt ihre nackten Fuß auf das Handschuhfach. Sie spreitzt die Zehen belustigt, keine Schuhe zu tragen ist nicht immer vorteilhaft, egal wie gepflegt der Rest sonst ist.

Sie kurbelt die Fenster runter .. ja, es gibt noch Autos ohne Servos .. und hält den nackten Fuß in den Wind.

Da wir uns in meiner Fantasie befinden, ist der Wind noch erwärmt von einem sonnigen Tag, den wir schwitzend im Auto verbrachten. An den Raststätten verjagten wir Wespen, die uns noch bis ins Auto verfolgten.
Die in Alufolie verpackten und völlig durchgeweichten Schinken- und Käsebrötchen reichten kaum bis Nürnberg .. also liegt da auch eine leere Chipstüte auf dem Rücksitz.

Die Nachtluft spendet keine Erfrischung und der Fuß wird auch nicht sauberer dadurch.
Besagte Chipstüte jedoch wirbelt nun durch den Wagen.
Sie konzentriert sich wieder auf den Song im Radio, schmatzt zufrieden und lächelt den Fahrer mit einem Blick an, der kaum noch von dieser Welt ist.
Der leeren Tüte gönnt sie keine weitere Aufmerksamkeit ..

Das Fenster war schnell wieder heraufgekurbelt .. auch wenn es sie den letzten Lebensfunken kostet, wenn man ihr theatralisches Gehabe dabei richtig deutet.
Sie faltet die Hände .. wenn auch nicht zu einem Zelt, dann dennoch recht züchtig, für ihre Verhältnisse.

Der Straßenlärm war ausgesperrt. Der Song dominierte nun wieder den hörbaren Bereich und der Fahrer zündet sich eine Zigarrete an. Das war's, was noch fehlte .. sie stopft den Pulli zwischen ihren Kopf und der Seitenscheibe und mummelt sich ein.
"Weck mich nicht", haucht sie. "ich habe keine Termine heute ...".

"und sichere Wege Bürger" .. hehe, das teste ich mal.

Nun könnte sie dem Fahrer noch in den Schritt greifen, sowas erhöht immer die Aufmerksamkeit, hatte sie gelernt. Aber der wäre wohl so überrascht, dass der Kleinwagen am nächsten Begrenzungspfahl zerschellt wäre.

Mit diesem, aber dann schnell mit wesentlich erfreulicheren Gedanken, zog sie sich den Hut herunter, bis er mit der Sonnenbrille kollidierte, die sie stolz, wenn auch vollkommen unnötig, mitten in der Nacht trug.

So schlief sie ein .. und schlief wie ein Baby.

Und nun wird es spannend.
Ist nicht ein Baby gerade DER Grund, NICHT schlafen zu können?

Also schlief sie nicht sehr lange und schmatzte stattdessen erneut .. 'And in the morning you can tell me your dreams ..'
Wen interessieren schon Babys, waren ihre vorvorvorvorvorletzten Gedanken und sie musste dem Fahrer einfach mal in die Seite knuffen, bevor sie wieder selig grinsend einschlief.

Stell doch ne Schreiberin ein!

.. sagte ein Krieger.

Und im Gegensatz zur landläufigen Meinung, höre ich tatsächlich dann und wann auf des Kriegers Ratschlag.

Fest eingestellt ist nun die Schriftgelehrte Isabell, Kasras Diplomatin.
Ihre kleinen Eskapaden importieren wir, soweit ich weiss, wie es geht.

Herzlich Willkommen Isabell :-))

Montag, 6. August 2012

Danksagung

Der Blog 'Kasra und mehr' wird nicht weitergeführt.

Ich danke den Lesern für ihr Interesse .. sei es an Kasra, an unseren oder an meinen Gedanken oder der einen oder anderen kleinen Geschichte.
Manche besuchten Kasra sogar, weil der Blog ihn neugierig machte.

Mir machte das Schreiben viel mehr Spaß, als ich anfangs gedacht hätte, aber irgendwie brechen mir die Themen weg. Alltagsbeschreibungen sind nicht meins.

Noch einmal meinen Dank und für uns alle weiterhin eine schöne Zeit.

LG Nasty :-))

Mittwoch, 4. Juli 2012

Aus Mangel an Beweisen

"Wir melden uns hier aus der Pisicis-Arena zu Kasra, wo in wenigen Ehn der lang erwartete Rückkampf zwischen ... " sie stockt und wendet das Blatt.
"Verzeihung, falscher Text", flüstert sie nur sehr leise in ihren Daumen, um die Spannung und Stimmung im Saal nicht zu stören.


Düstere Aussichten

"Verehrte Zuhörer .. heute berichten wir ihnen live aus dem Gerichtssaal von Kasra - aktuell gesponsert von der Bäcker-Innung, getreu dem Motto .. immer kleinere Brötchen backen.
Verhandelt wird der Fall 00005 .. was auf die niedrige Kriminalitätsrate von Kasra schließen lässt. Körperverletzung"

Sie lacht leise und wendet noch einmal das Blatt, um sicher zu sein .. wirklich den richtigen Text zu haben. "Körperverletzung? Da könnte ja nun eine Klagewelle der Kajirae auf uns zu kommen", sagt sie grinsend zu ihrem Ko-Kommentator.

"Ganz recht, Regentin", sagt er auch gleich. "ich erinnere mich an einen Fall vor fünf Jahren, da ..."

"Ohh .. ", ruft sie aus und springt auf. "Ich glaube da tut sich was."
Sie schaut in den Gerichtssaal herunter ... "Verlesung der Anklage, oder etwas vergleichbares". Langsam klappt ihr Kiefer herab, was man Dank des Schleiers nicht sieht. Ihre Augen trüben sich, ihre Augenbrauen heben sich ein wenig.

So in etwa muss sie ausgesehen haben in dem Moment, weil sich die eigentlich Tat erst mit den Zeugenaussagen erschloss. Sie hätte den Auftrag nicht annehmen sollen, sie wusste das eigentlich. Der Kontakt zum Markt und zum Tagestratsch waren ihr als Regentin nur gefiltert möglich. Nicht umsonst pochte sie auf einen neuen Geheimdienst, der auch Berichte schreiben kann.


Angeklagter und Verteidiger


Die Anklagebank


Die internationale Presse wartet auf den Urteilsspruch

In ihren eigenen Überlegungen vertieft, schaut sie dann zu ihrem Ko-Kommentator, der eifrig auf einer Wachstafel herumkratzt. Das heisst .. auf einer? Links neben ihm türmt sich ein kleiner Stapel von mindestens zehn weiteren Tafeln .. und das sind sogar die neuen, die man von beiden Seiten beschreiben kann.
Sie weiss jetzt, warum er mit so großen Kisten anreiste, aber den Kontakt zum Gerichtssaal hatte sie längst verloren. Jemand fragte wieder nach dem Brandmal .. voller Hoffnung, nichts verpasst zu haben schaut sie wieder in den Zeugenstand.

Und sie hatte nichts verpasst, obschon der Beklagte gerade anmerkt, er hätte er ihr kein Brandmal gesetzt, was einen Raunen im Publikum erzeugte.
Sie setzte sich wieder hin und betrachtet den wachsenden Stapel an Wachstafeln des Ko-Kommentators.

"Ziemlich heiss hier", sagt sie grinsend zu ihm und fächert sich mit der elegant beringten Hand Luft zu. Sein besorger Blick zu den Wachstafeln verbesserte sofort ihre Laune. Leise schmunzelnd beugte sie sich wieder zu dem Geschehen im Gerichtssal herunter.

"Oha .. ", entfährt es ihr, "der Richter muss mal und will danach urteilen. Bin echt gespannt wer und warum und vor allem für was jemand nun bestraft wird."
Derweil rauschte die Diplomatin aus dem Saal, was Nasty mit einem weiteren Fragezeichen quittiert. Das Wort 'Schmierentheater kannte sie nicht, Kasra hatte nur eine Seebühne.

Dann endlich das Urteil, Freispruch aus Mangel an Beweisen. Desweiteren werden der gebrandeten Frau Papiere ausgestellt, die sie auch weiterhin als freie Frau auswiesen.
Wie immer kam es zu Aufbegehren und Unmutsäusserungen nach dem Urteil, aber der Stadtkommendant Teibar stand bereit für Ruhe zu sorgen.


Der Richta Sör Harold. Man sagt, er konnte dem Gerichtssaal lebend entkommen

Donnerstag, 28. Juni 2012

Tagebucheintrag III

Da bin ick wieda, liebet Tagebuch!

So langsam haben sich ooch meene Nerven beruhigt, sag' ick dir! Weiba, Weiba, Weiba! Man sollte die alle in eenen Sack tun und druff hauen. Du triffst imma die Richtige, sag' ick dir! Wieso ick so jeladen bin, Tagebuch? Sag' ick  dir gleich! *Er nimmt erstmal einen kräftigen Schluck vom Paga, der neben dem Tagebuch bereit steht. Natürlich rinnt ihm dabei auch Paga an den Mundwinkeln hinunter, was er aber nicht bemerkt*

So, Tagebuch, nun bin ick bereit! *Er setzt den Becher ab* Also, dit war Vorjestern, da ham ma die Weiba fast uff de Palme jetrieben tun. Dabei  ham wa nisch mal so'ne Palme in Kasra. Aba is ja ooch egal. Wie ooch imma, ick wa janz jemütlich in der Taverne, da kam so'ne selbsternannte Wirtin an und mischte sich in meen Jespräch ein. Und als ick dann sachte, dass ick mir unterhalten tu und sie als Weib bezeichnete, da hat se mir erstmal 'nen Vortrag jehalten tun. *Er seufzt vernehmlich* Dit hat ma dann jereicht und ick habe den Becha mit die Paga janz sanft... *Er übertreibt an dieser Stelle maßlos* ...uff'm Tisch abjesetzt. Da hat se mir vorjeworfen, dass ick da wat abjebrochen hätte. Völliger Blödsinn! Dann wollte dieset Weib ooch noch 5 Kupfer für den Becher - als Schadenersatz. Na, Tagebuch, der hab ick aba die Meinung jegeigt, sag' ick dir. Natürlich habe ick dit nisch bezahlt. War ick ja ooch nisch jewesen tun!

Ick also schon uff 180 und uff'n Weg in meen Büro, da komm noch so zwee Weiba an. Juut, die eene war die süsse Kleene, die ma beim Koof von meina Tunika beraten hat tun, aber ejal! Weib bleibt Weib. Und die sind ma dann mit 'ner Anzeije uff die Ketten jegangen. Wollten, dass ick den Gutshofverwalta inhaftiere. Aba dit hab ick nisch jetan. Da haben die sich uffjeregt, sag ick dir! Aba dit ham se für umsonst. Nun müssen se warten, bis ick nächste Woche ((OOC: am Dienstag)) dit Jericht abhalten tue. Und dann werden wa ja sehen, ob der Verwalta schuldisch is, oda nisch. Und wat lern' wa aus all dem? Weiba machen nur Arbeit, ooch wenn se nisch Wilma heißen tun!

In diesem Sinne, Tagebuch, bis bald und bis ick wieda wat zu schreiben habe - also nach der Jerichtsverhandlung! *Er legt die Feder auf die Seite und geht in die Taverne. Paga beruhigt halt jede goreanische Männerseele.*

Dienstag, 26. Juni 2012

Und wo ist Isabell?

Traditionell schlafe ich schlecht oder zuwenig vor dem ersten Tag der Hand.
In dieser Nacht hatte ich überhaupt nicht schlafen können, denn der ersten Tag war mal wieder ein besonderer Tag - Wahltag.

Eine Hand zuvor stellte ich im Rat den Antrag für zügige Neuwahlen, damit ein Regent mit Planungssicherheit und der vollen Amtszeit Kasra wieder nach vorne bringen kann.
Ich stellte mich auch gleich dreist selbst wieder zur Verfügung, zu Verlieren hatte ich nichts mehr. Mein Rückstritt zuvor hatte ich nicht solide argumentiert und so lastete dieses Manko nun auf mir.

Auch wenn der eigentliche Antrag mit stehenden Ovationen verabschiedet wurde, so war dieser Moment doch eher eine Art Gruppendynamik, vielleicht sogar aus einem Missverständnis geboren worden.
Ich machte mir nicht wirklich Hoffnungen erneut gewählt zu werden, nicht zuletzt deswegen, weil ich eine Frau bin, und wenn Teibar antritt, die gesamte rote Kaste nebst Anhang gegen mich stimmen würde.
Desweiteren kandidierte auch Isabell, eine Stimme, die ich eher auf meiner Seite verbucht hätte - sie ist nämlich auch eine Frau.

Einen Wahlkampf wollten wir nicht führen, da sich unsere Ziele deckten und bestenfalls in der Priorität unterschieden.
Die Tage vor der Wahl verbrachte ich dann meist mit meiner Sklavin am Gutshof und gab mich immer trüberen Gedanken hin. Für die Baumeisterin gab es nichts zu tun nach dem Neubau des Sklavenhauses (danke an Charon und Rikka), planen konnte ich auch nichts.





Am Abend vor der Wahl war ich mir irgendwie sicher .. ich werde nur eine einzige Stimme bekommen, nämlich meine eigene und schrieb eine trotzige Rede dazu.


Den Blick auf die Zukunft gerichtet .... ja, ja da geht's eigentlich zum Gutshof

Der Wahlabend war dann chaotisch. Der Wahlleiter hatte sich nicht so ganz mit den üblichen Gebräuchen bei einer Wahl in Kasra vertraut gemacht, dennoch kam man gemeinsam zu einem nachvollziehbares Ergebnis und mit einer Stimme Vorsprung wurde ich zur Regentin gewählt.

Was sagt uns dieses Ergebnis? .. die Frage kam noch am gleichen Abend auf.

Der Antrag zur Neuwahl wurde fast einstimmig beschlossen, aber es stellt sich nur eine knappe Mehrheit hinter den aktuellen Regenten?
Die Mehrheit wollte durch Neuwahl einen starken und handlungsfähigen Regenten, der sofort und über die volle Amtszeit für Kasra einsteht.
Aber ob dieser nun die Bürger wirklich auf seiner Seite hat bei diesem knappen Ergebnis? Natürlich, denn wir ziehen ja nun die nächsten drei Monate an einem Strang und wollen alle nur das eine, ein lebendiges und spannendes Kasra.

Das Ergebnis sagt uns auch, es hätte ganz anders kommen können, es fehlten mindestens drei Stimmen aus der festen Bürgerschaft an diesem Wahltag und mehrere Stimmen waren durch Briefwahl blockiert und konnten auf eine Rede nicht mehr reagieren, ausser durch Gähnen ..

Zuguterletzt drückt sich in der knappen Mehrheit ebenso aus, dass Kasra sowohl Teibar als auch mir die Führung der Stadt zutraut. Mit diesem Ergebnis bin ich weitaus zufriedener, als wäre er oder ich in der Wahl untergegangen :-))

Trotz des Chaos des Wahlabends war es für mich sehr spannend, dramatisch, überraschend und emotional .. eben genau wegen dieser einen Stimme.

Eine Frage blieb dennoch unbeantwortet: Und wo ist Isabell?


Donnerstag, 21. Juni 2012

Tagebucheintrag II

Tälchen, meen liebet Tajebuch!

Joa, dit war schon een eschta Erfolg, den ick da verbuchen konnte tun. Aba ick fang mal von vorne, damit de ooch allet weeßt, wa?!

Also, ick hab dir ja jesacht, dat ick ne neue Tunika koofen war und dat da so 'ne jungsche Dame uffkreuzte, die mir beraten hat . Und dann hat se ja jefragt, ob ick se wiedersehen will tun, wat ick zujesacht hatte. Und heute war dit nun soweit!

Ick hab ma also heute - so zur Feia des Tages - mit dem Lappen allet jewaschen, man will ja sauba rüber kommen. Aber wurscht. Ick also hin zum Marktplatz, wo dit jungsche Weib sich treffen wollte. Doch denkste! Keen Weib weit und breit. Naja, weit und breit stimmt ooch nisch so recht. Da war so nen anderet Weib, wat wohl so 'ne Art Freundin von meen Däte ist, und die sachte mir dann, dass meen Däte een paar Minütchen später kommen würde tun.

Also hab ick jewartet und jewartet und jewartet und jewartet. Sachte ick schon, dat ick jewartet habe? Nee? Juut. Also uff juut goreanisch - ick hab ma de Beene in meenen Bauch jestanden tun. Und wie ick da wie so een Ölgötze rumstehe tue, viel mir doch ein, dass ick ja gar keen Jeschenk habe. Also habe ick mal schnell een paar Blümchen besorgt! *Er unterschlägt an dieser Stelle mal, dass er die Blümchen von den Blumengärten der Stadt hat und dass er - ganz Mann - die Blümchen samt Wurzeln pflückte.*

Joa, und kaum hatte ick meene Blümchen, da kam die junge Dame ooch schon anjewatschelt. Und nach 'nem kleenen Plausch, sind wa dann in de Taverne..ähm...also den Feuerkrug. Ick wollte zwar de Lädie uff 'nen Paga einladen tun, aber dit wollte se nisch. Stattdessen hat se mir een Vortrag jehalten tun, dass doch so  een Jesöff namens Tee bessa für mir sei. Aber da habe ick dit jehalten wie mit de Wilma damals - Ohren uff Durchzug und Paga bestellt!

Wie ooch imma. Dit war een vergnüglicher Abend und ick gloobe, dat ick een begehrter Junggeselle bin. Is ja ooch klar: Ick bin keen so'n Hänfling wie de Rarii, sondern een Bild von Kerl, wa Tagebuch! So, mal kieken, wat de Lädie sagen tut, wenn ick se mal wieder sehe.

Tschüssikowski, Tagebuch!

Mittwoch, 20. Juni 2012

Ein letztes Gedenken

Gestern war es dann soweit .. schon aus reinem Selbstschutz muss man sich Grenzen setzen.

Eine Gedenkfeier für Sid.

Im Vorfeld habe ich mir tagelang den Kopf zerbrochen, wie man ihm gerecht werden könnte, was zeichnet Sid aus und erhebt ihn zu einem Spieler, der über andere herausragt?
Seit vielen Tagen schlafe ich schlecht, warum ich ausgerechnet am dem Tag zuvor gut geschlafen habe, mag ein Wink der Götter gewesen sein.
Ich weiss, dass mir im letzten Moment immer etwas einfällt. Dafür war aber keine Zeit mehr ..

Und so entwickelte sich der Abend ebenso spontan wie der Platz, der sich irgendwie bereits vor einer Hand angeboten hatte.
Es hätte ihm sicher gefallen, war doch sein grüner Punkt an diesem Ort eingebrannt.

Sid Scarmon hat unauslöschbare Spuren hinterlassen, bei Freunden und in Kasra.
Wer wird das schon eines Tages von sich sagen können?







Ich folge Teddys Rat und werde Dir von diesem Abend erzählen, mein Riese

Ansonsten kann ich nur hoffen, dass Dir bewusst war, welch großen und großartigen Freundeskreis Du hier im zweiten Leben hattest.

Luc fand auch ein paar kritische Worte über Sid .. Recht hat er. Wenn man ehrlich ist, passte Sid kaum in die harsche goreanische Welt.

Aber ausgerechnet Ignatius fasste Sids Rollenspiel in einem Kommentar mit den besten Worten für mich zusammen.

"Sid war schräg, verrückt, Farbe im grauen Trist des Alltags in einer jeden Form, egal wie er uns begegnete.
Egal ob als Wilbur, als Imker, ob als Kap'tän der Kasra, als Vater unzähliger Kinder im Wald, Baumeister, Braumeister und noch soviel mehr.
Vor allem war er ein begnadeter Künstler, Erfinder, ein detailverliebter Perfektionist und alles was er für Kasra tat, tat er mit gleißender Inbrunst.
Wir verlieren nicht nur einen begnadeten Mitspieler, der wusste in den schillersten Tönen der Fantasie zu malen, sondern auch einen fürsorglichen Nachbarn und Freund, der stets zur Stelle war wenn man etwas brauchte.
Er spielte nicht nur erinnerungswürdige Charaktäre, er war selbst auch einer.
Denn nur einer großen Seele fällt so etwas ein, wie das "Schleifchen für des Schreibers Arschdildo". Beißende Kritik, die mich hat nachdenken lassen und ich glaub diesen Witz vergesse ich nie solange ich lebe. Allein meine Überraschung als ich eines Morgens in meine Schreibstube trat und es da sah. Darüber muss ich heute noch lachen.
Danke, dass du bei uns warst Sid. Danke, dass du uns und unsere Zeit bereichert hast. Ich werde dich vermissen.
Und vergiss nicht, egal wo du nun bist: Man trifft sich immer zweimal."

Dies und alles andere Gesagte geben wir oder ich dir mit auf den Weg .. als Empfehlung, Referenz, wo immer Du nun vorsprechen musst ..

P.S.:
KUSSssssssssssssssssssssssssssssssssss :-)))))))


Montag, 18. Juni 2012

Die Gedenkfeier für Sid Scarmon

Sie wird am Dienstag dem 19. Juni um 21 Uhr abends stattfinden und zwar am Gutshof von Kasra. Der Ort ist bewusst gewählt und ich bitte die Gäste den typischen Weg vom Hafenkontor durch Kasra zu nehmen, am Andenkenstand vorbei .. zum Fahrstuhl. Dann zur Waffenschmiede und weiter zum Gutshof.


Besonders die Allee zum Hof war Sid wichtig

Kasra wird an diesem Abend für alle ohne Meter ooc sein und es einen Tag lang bleiben.
Das gibt weniger Unruhe und wer dennoch spielen mag ist ebenfalls willkommen.

Jeder ist willkommen zur Feier, geplant ist nichts.
Ich hoffe für mich an diesem Abend noch viel über den Menschen Sid Scarmon und sein .. 'Wirken' erfahren zu dürfen. Sein Tag war sogar noch länger als meiner.

Nehmen wir Abschied von einem aussergewöhnlichen Menschen

Nasty und Angelina
im Namen von Kasra, dem Südland .. und allen, die ihn schätzten


Mittwoch, 13. Juni 2012

In Gedenken an ...




Sid Scarmon

Sid ist vergangene Woche verstorben.
Ich kann nicht in Worte fassen, was ich fühle .. ich habe meinen besten Freund verloren, im zweiten, wie im ersten Leben.

Niemand war wie er, wie mein Riese.
Er hatte soviel Liebe, Wärme, Humor, Verständnis, Sehnsucht, Kreativität, .. als Baumeister und Skripter ein Genie, teilte er für ein bisschen Anerkennung seine Zeit und Arbeiten mit jedem, der einfach nur freundlich zu ihm war.

Er vergaß manchmal, warum er etwas sagen wollte .. aber er hat nie einen besonderen Tag vergessen, ein Jubiläum oder einfach, dass man gestern abend noch Kopfweh hatte.
Unzählige Male überraschte er morgens mit Kleinigkeiten, um mich aufzumuntern oder einfach nur um einen Link mit mir zu teilen. Musik war eine gemeinsame Leidenschaft von uns.

Seiner Nika stellte er abends einen Blumenstrauß in ihr Urtzelt .. ihren 'Landsitz' nahe der Oase.

Und wenn ich mich morgens von der Arbeit nach Hause schleppte und schnell mal einloggte, dann wartete er dort mit einer Latte Macchiato auf mich und legte sich erst danach wieder hin.

Oder wir kamen ins Quatschen, er zeigte mir seine neusten Erfindungen .. oder wir planten Besonderheiten für unsere Heimat.

Dann wurde es eben Mittag .. so wie jetzt.

Ich möchte schreien.



Diesen Link hörten wir mehr als einmal zusammen